In Ungarn sind die Würfel zugunsten der patriotischen und EU-kritischen Kräfte gefallen. Die ungarische Bevölkerung hat sich von den anderen Staaten und Regierungen nicht einschüchtern lassen. Trotz des internationalen Medienkrieges konnte die Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán ein grandiosen Sieg erringen. Mit mehr als 56 Prozent der Stimmen hat sie ein Ergebnis eingefahren, von dem die CDU/CSU in Deutschland nur träumen kann. Damit hat sie ihr nicht nur ihr Ergebnis der letzten EU-Wahl nochmals verbessert, sondern auch die absolute Mehrheit im Lande verteidigt.
Die Opposition hat ihre Ziele weit verfehlt: Die ungarischen Sozialisten erhielten nur rund zehn Prozent der Stimmen, ebenso die »Demokratische Koalition«. Die internationalen Medien hatten im Vorfeld der Wahlen die Opposition wohl größer erscheinen lassen als sie tatsächlich ist.
Der interne Streit auf EU-Ebene mit der EVP hat der Fidesz-Partei offenbar nicht geschadet. Viktor Orbán will jetzt zunehmend mit Italien kooperieren. Die Zusammenarbeit mit Österreich gestaltet sich aktuell schwierig, weil dort permanent gegen die FPÖ vorgegangen wird, die der Partei von Orbán inhaltlich noch am nächsten steht. Klar bleibt: Unter den patriotisch-EU-kritischen Kräften in Europa wird Ungarn weiterhin eine starke Stimme bleiben.


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