Baerbock und die Grünen: Wein trinken, Wasser predigen

Die Grünen haben ein Glaubwürdigkeitsproblem

Sie sind Vielflieger, wollen anderen das Fliegen verbieten. Sie fahren mit dicken Autos, wollen anderen das Autofahren verteuern. Sie predigen Transparenz, verheimlichen aber selbst: so wie Baerbock mit ihren Nebeneinkünften.

Sie wollen eine linke und soziale Partei sei, die Armut bekämpft, sind aber eine Partei der Besserverdienenden. Sie wollen eine Friedenspartei sein, haben aber unzählige NATO-Einsätze mitgetragen. Sie wollen Flüge verteuern und den Flugverkehr insgesamt reduzieren, gehören aber selbst zur Gruppe zur Vielflieger. Sie wollen den Deutschen ihr Auto verteuern, fahren aber selbst dicke SUVs. Sie klagen Gentrifizierung und hohe Mieten an, leben aber selbst in den teuren Szene-Vierteln mit Bio-Laden und Öko-Kindergarten für Besserverdienende. Sie wollen die Partei der kleinen Leute sein, verachten aber die Lebenseinstellungen und Kultur der einfachen Normalbürger. Sie reden von Freiheit und sind gleichzeitig die Verbotspartei.

Die Rede ist von den Grünen, die Partei nicht ist, was sie vorgibt.

Sie sind die Partei der Sofa-Sozialisten und multimedialen Klimahüpfer, die nicht wissen, dass das weltweite Internet und Handynetz mehr Strom verbraucht als der weltweite Flugverkehr. Sie können Kobalt nicht von Kobold unterscheiden und glänzen weder mit Rhetorik noch mit Wissen.

Die Grünen haben ein massives Glaubwürdigkeitsproblem.

Annalena Baerbock passt ideal ins grüne Schema. Sie tut alternativ, gehört aber schon längst zu den elitären Zirkeln dieser Welt. Kein Wunder, wurde sie doch von Klaus Schwabs Kaderschmiede »Young Global Leaders« gepuscht.

Baerbock und die grünen predigen Transparenz. Und schon vor der Wahl muss Annalena peinlicherweise zugeben, dass sie »versäumt« hatte, große Nebeneinkünfte anzugeben. Baerbock hat in der Debatte um zu spät gemeldete Nebeneinkünfte aus der Parteiarbeit an die Bundestagsverwaltung Fehler eingeräumt. »Das war ein blödes Versäumnis«, sagte sie gegenüber der ARD.

Ja, so schnell kann es kommen. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

»Wenn man andere für ihre Nebeneinkünfte kritisiert und selbst welche in nicht unbeträchtlicher Höhe einstreicht und dann auch noch die notwendige fristgerechte Meldung an die Bundestagsverwaltung 'versehentlich' versäumt, darf man sich gerade als Partei mit so hohen Ansprüchen an Transparenz und moralische Integrität wie die Grünen über Kritik nicht wundern«, sagte der Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer gegenüber dem »Handelsblatt«.

Die Grünen spielen sich als Moralapostel und Weltretter auf. Doch weder ihre Pläne noch ihre Charaktereigenschaften werden den hehren Ansprüchen gerecht.

Die Grünen sind eine Partei der Selbstgerechten, die Wein trinken und Wasser predigen. Die Bürger werden dies durchschauen.

Siehe hierzu auch:

50 Millionen Euro Subventionen für »StreetScooter« — Hat Baerbock Lobbyarbeit für Deutsche Post und ihren Mann betrieben?

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.