Endlich greift mal eine Staatsanwaltschaft durch. Jetzt geht es der »Letzten Generation« an den Kragen. Nach Angaben der Ermittler geht es um die Störung öffentlicher Betriebe, Hausfriedensbruch, Nötigung und den Verdacht der »Bildung einer kriminellen Vereinigung« [siehe Berichte »Tagesschau« und »Sueddeutsche Zeitung«].
Im Visier der Staatsanwaltschaft stehen vor allem die Übergriffe auf die PCK-Raffinerie Schwedt. Mitglieder der Gruppe sollen mehrmals Notfallventile einer Rohöl-Pipeline zugedreht haben, die von Rostock nach Schwedt führt.
Auf Geheiß des Amtsgerichts Neuruppin gab es nun mindestens elf Razzien und Wohnungsdurchsuchungen bei Mitgliedern der Klima-Kleber-Vereinigung. Betroffen seien demnach Mitglieder und deren Wohnungen und andere Räume in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.
Fünf dieser Mitglieder sollen zurzeit in Gefängnissen im sogenannten präventiven Gewahrsam sitzen, um weitere Taten zu verhindern, heißt es in der Presse.
Zu Beginn dieser Woche gab es wieder eskalierende Szenen in Berlin, als Passanten und Bürger versuchten, Klima-Kleber von der Straße zu ziehen [siehe Bericht »T-Online«]. Die Klima-Kleber beschweren sich derweil, dass man ihnen — offenbar nach behördlicher Anweisung — nicht mehr den bevorzugten Sekundenkleber verkaufen will [siehe Bericht »Berliner Zeitung«].


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