BMW kappt Gewinnprognose und verschärft Sparkurs

Deutschland in der Wirtschaftskrise: Auch BMW muss sparen

Der Einbruch des Auto-Absatzes in China und geopolitische Risiken zwingen den Münchner Autobauer zu harten Einschnitten. Hinzu kommen die üblichen Standortprobleme in Deutschland.

BMW

In München muss ein einstiger Vorzeigekonzern nun den Rotstift ansetzen: BMW muss deutlich sparen.

Der Konzern hat am Dienstag seine Gewinnprognose für 2026 gesenkt. Um dem zu begegnen hat man ein schärferes Sparprogramm angekündigt. Die schwache Nachfrage in China durch die steigende chinesische Konkurrenz und Belastungen durch den Iran-Krieg und Nahost-Konflikt drücken Absatz und Rentabilität. Hinzu kommen die üblichen Standortnachteile Deutschlands: hohe Energiekosten und überbordende Bürokratie.

China und Zölle belasten das Geschäft

Der wichtigste Einzelmarkt, nämlich der in China, entwickelt sich schwächer als erwartet. Das ist kein Wunder: Denn in China kaufen immer mehr Chinesen chinesische Produkte. Die chinesischen Autobauer haben in den letzten Jahren riesige technologische Fortschritte gemacht und in vielen Bereichen ihre deutschen Vorbilder überholt.

Hinzu kommen höhere Kosten durch Zölle und negative Währungseffekte. BMW reagiert mit einer spürbaren Reduzierung der Gewinnerwartung. Gleichzeitig soll der laufende Sparkurs massiv beschleunigt und ausgeweitet werden. Dazu gehören weitere Senkungen bei Investitionen, Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie Verwaltungskosten.

Vorstand fordert höhere Effizienz

Der BMW-Vorstandschef Milan Nedeljkovic betonte die Notwendigkeit, Strukturen und Prozesse rasch an die härteren Marktbedingungen anzupassen. Die Maßnahmen sollen die Profitabilität sichern, belasten die Bilanz in der zweiten Jahreshälfte jedoch zusätzlich. Ob es zu einem umfangreichen Stellenabbau kommt, ließ der Konzern offen. BMW bleibt damit auf dem Kurs der Kostendisziplin, die bereits in den vergangenen Quartalen zu spürbaren Einsparungen geführt hat.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

17.06.2026 | 10:26

... „Der BMW-Vorstandschef Milan Nedeljkovic betonte die Notwendigkeit, Strukturen und Prozesse rasch an die härteren Marktbedingungen anzupassen.“ ...

Was etwa nicht an der merzigen Politik liegt, sondern allein an den deutschen Arbeitskräften??? https://www.youtube.com/watch?v=xWHyp0RkawQ

Ist darin etwa der tatsächliche Grund für die Suche nach ausländischen Fachkräften zu suchen??? 

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