Steigender Stromverbrauch versus Öko-Ziele

Deutschland droht 2030 eine Lücke in der Energieversorgung

Der von der Merkel-Regierung forcierte Ausbau der Öko-Energien wird mit dem steigenden Strombedarf nicht Schritt halten. Nach Berechnungen des EWI wird Deutschland im Jahr 2030 lediglich 46 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien decken können.

Die von den Klimaaktivisten getriebene Politik der Merkel-Regierung will Millionen zusätzliche E-Autos auf den Straßen und die Wohnungen mit Ökostrom heizen. Doch die Pläne haben einen Haken: Mit all der E-Technik braucht man mehr Strom, und der muss irgendwoher kommen, wenn nicht aus Kohle- und Kernkraftwerken. Bis 2022 sollen nämlich die letzten Kernkraftwerke vom Netz gehen. Wind- und Sonnenkraft werden nicht ausreichen.

Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln hat für das »Handelsblatt« die Entwicklung von Stromangebot und Nachfrage analysiert und dabei besonders die Klimaziele der Bundesregierung berücksichtigt. Ergebnis: Der von der Merkel-Regierung forcierte Ausbau der Öko-Energien wird mit dem steigenden Strombedarf nicht Schritt halten können. Nach Berechnungen des EWI wird Deutschland im Jahr 2030 lediglich 46 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien decken können. Denn die Stromnachfrage wird bis 2030 um ein Viertel steigen [siehe Bericht »Handelsblatt«].

Sven von Storch

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