»Die Welt« fragt sich, warum Deutschland bei Syrien kneift

Deutsche Mainstream-Medien reden deutsche Kriegsbeteiligung herbei

So wie CNN in den USA, reden auch manche deutsche Mainstream-Medien eine deutsche Kriegsbeteiligung herbei. Was soll das? Haben diese Journalisten nichts aus dem Irakkrieg von 2004 und den Massenvernichtungswaffen-Lügen mitbekommen?

Bei der Zeitung »Die Welt« fragt man sich: »Warum kneift Deutschland mal wieder?«. Die Autoren wundern sich, dass angeblich nur Frankreich und Großbritannien an der Seite der USA stünden. Wo bleiben Deutschland, die NATO, die EU?

In der wirklichen Welt fragt man sich dagegen, ob der Giftgaseinsatz in Syrien eine False-Flag-Aktion syrischer Rebellen oder von Geheimdiensten gewesen ist. Und man fragt sich, ob ein US-Angriff auf Syrien eine Konfrontation mit Russland auslösen könnte, die zum großen Krieg wird.

Warum nur sind die Journalisten der »Welt« so schnell bei der Sache, wenn es um Kriegseintritt geht? Warum heißt es: »Warum kneift Deutschland mal wieder?« Hätten die Welt-Journalisten es gut gefunden, wenn Deutschland sich 2004 am Krieg gegen den Irak beteiligt hätte, obwohl sich im Nachhinein herausgestellt hat, das Saddam Hussein gar keine Massenvernichtungswaffen hatte?

In den USA sieht es nicht besser aus. Vor allem CNN übt sich in harschen Tönen. Weil Macron nun an der Seite Trumps stünde, gebe es keine Ausrede mehr, NICHT gegen Syrien vorzugehen (»With France in, Trump has no excuse not to act on Syria«).

Sven von Storch

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