Nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr rechnet die Volkswagen-Tochter mit deutlich geringeren Umsätzen und einer niedrigeren operativen Rendite. Der anhaltende Absatzrückgang in China und Unsicherheiten im Nahen Osten belasten das Geschäft schwer.
Deutliche Gewinnrückgänge
Im zweiten Quartal sank der Gewinn nach Steuern um rund 21 Prozent auf 563 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Audi nun Erlöse zwischen 58 und 63 Milliarden Euro statt der bisherigen Spanne von 63 bis 68 Milliarden Euro. Auch die operative Rendite wurde auf 5 bis 7 Prozent von zuvor 6 bis 8 Prozent gesenkt. Das erste Halbjahr war das schwächste seit 2021.
Trotz des Rückgangs fiel der Gewinneinbruch bei Audi milder aus als beim Mutterkonzern Volkswagen. Sparmaßnahmen und geringere Rückstellungen für Restrukturierungen wirkten sich positiv aus.
China und geopolitische Spannungen als Hauptprobleme? Oder ist das eine Ausrede?
Haupttreiber der Krise ist der chinesische Markt, auf dem Audi erheblich an Absatz verlor. Auch in den USA gingen die Verkäufe zurück. Hinzu kommen ein intensiver Preiswettbewerb und die Auswirkungen der Eskalation im Nahen Osten. Das China-Geschäft trug im ersten Halbjahr nur noch geringfügig zum Ergebnis bei.
Audi-Finanzchef Jürgen Rittersberger sprach von einer "Kraftanstrengung". Das Unternehmen setzt auf weitere Kostendisziplin und prüft Maßnahmen für die deutschen Werke, darunter Neckarsulm.
Die offensichtlichen Probleme in Deutschland wurden allerdings nicht angesprochen, obwohl klar ist, dass auch Audi unter den Energiepreisen, Steuern, Abgaben, Reglementierungen und der Bürokratie leidet.
Trotz der Prognosesenkung hält Audi an seinem Sparkurs fest
Ob die Maßnahmen ausreichen, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, bleibt abzuwarten. Die Aktie von Volkswagen reagierte auf die Nachrichten mit Verlusten. Die gesamte deutsche Autoindustrie steht unter hohem Druck durch Konkurrenz aus China, Zölle und sinkende Nachfrage in wichtigen Märkten.


Kommentare
Immerhin, das schwarze…
Immerhin, das schwarze Schaf , der Schuldige, ist diesmal nicht die deutsche Energiewende.
Oh Wunder, kommt da etwa Bewegung ins Spiel ?
Wie auch immer, was hat die Energiewende hierzulande mit chinesischen und US-amerikanischen Absatzmärkten für hochpreisige Automobile der oberen Leistungs- und Preis-Kategorie zu tun.
Offensichtlich bieten deutsche Automobilhersteller auf dem Weltmarkt nicht die Produkte an, welche nachgefragt und damit absatzfähig sind.
Ein globaler Sinneswandel im Konsum- und Nachfrageverhalten hat eingesetzt in Richtung weniger Verschwendung, weniger Status- und Prestigedenken.
Dafür mehr Nachhaltigkeit, mehr ökologisches Gleichgewicht, mehr Sinnhaftigkeit.
Kurz:
Weniger Groß-Kapitalismus, weniger spekulative Groß-Finanz, weniger intransparente Globalisten-Wirtschaft.
Mehr soziale und ökologisch gerechte Marktwirtschaft,
mehr angewandte Subsidiarität, mehr regional überschaubare vernetzte Märkte.
Wer da verkaufsfähige Produkte anbietet,
der bleibt im Rennen.
MfG, HPK
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