Allein vier Opfern in den USA zahlt die Kirche jetzt 27,5 Millionen US-Dollar

Der Missbrauchsskandal kann für die katholische Kirche sehr teuer werden

Die katholische Kirche ächzt unter den Missbrauchsskandalen. Wenn die Opfer wie in den USA mit guten Anwälten vorgehen, kann das für den Vatikan teuer werden. Allein vier Opfern in den USA wurden jetzt 27,5 Millionen US-Dollar gezahlt, um ein weiteres Gerichtsverfahren zu verhindern.

Vier amerikanischen Opfern, die von einem katholischen Religionslehrer sexuell misshandelt wurden, wurde jetzt die Rekordsumme von 27,5 Millionen US-Dollar gezahlt. Zahlen muss die Diözese Brooklyn. Dies ist die höchste Summe, die jemals in einem solchen Verfahren ausgesprochen wurde. Der Täter wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Kirche zieht es vor, zu zahlen, anstatt das Gerichtsverfahren in die Länge zu ziehen.

Diese Zahlung lässt aufhorchen: War doch erst im Juli der Ex-Bischof von Washington, Kardinal Theodore McCarrick (siehe Foto) wegen Missbrauchsvorwürfen zurückgetreten. Und hatte Papst Franziskus ihn nicht lange gedeckt?

Der »Münchener Merkur« erwähnt in diesem Kontext: »Allein im US-Bundesstaat Pennsylvania hatten einem Untersuchungsbericht zufolge mehr als 300 katholische Priester über Jahrzehnte hinweg mehr als tausend Kinder sexuell missbraucht. Die Dunkelziffer wird höher eingeschätzt.«

Und das nur in Pennsylvania! Wie wird es zahlenmäßig für die USA insgesamt aussehen? Wie wird es weltweit aussehen? Liegt die Zahl der von Missbrauch betroffenen Opfer im Spektrum von Zehntausenden? Welche Geldsummen kämen auf die katholische Kirche zu, wenn alle Opfer sich in einer Sammelklage zusammenschließen würden?

Sven von Storch

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