Wer aktuell den SPIEGEL oder andere Online-Nachrichten-Magazine liest, bekommt von den Protesten der Landwirte, Jäger, Forstleute, Lkw-Fahrer, Spediteure, Handwerker, Fischer, Binnenschiffer, Einzelhändler und vielen anderen Berufsgruppen nur sehr wenig mit.
Während die Sozialen Medien des Internets geradezu explodieren vor Videos und Berichten zu den größten Demonstrationen in Deutschland seit der Wende, werden in den großen Nachrichtenmagazinen die Proteste kleingeredet, marginalisiert oder gar ganz verschwiegen. Und wenn berichtet wird, dann mit Kritik und Unverständnis.
Elons Musk hat eine Erklärung parat: Es gab wohl Anweisungen von oben, den Ball möglichst flach zu halten. Das bestätigen auch viele Landwirte und andere demonstrierende Bürger, die mit Journalisten sprachen. Immer wieder werden Reporter angesprochen, wieso die Berichterstattung so negativ sei. Oft kommt heraus: Sie dürfen nicht anders.
Auch uns in der Redaktion liegen Berichte von Bauern vor, die Journalisten gefragt haben, warum beispielsweise nicht davon berichtet wird, dass dies nicht nur ein Bauernprotest, sondern ein Protest eines Großteils der Bevölkerung gegen die Ampel-Regierung ist. Auch hier die Reaktion, dass sie das nicht dürften.
Die Medien reduzieren ihre wenigen Berichte auf die Bauern und deren Protest gegen die Agrar-Diesel-Rückervergütung. Die Lkw-Fahrer mit ihrem Protest gegen die Mauterhöhungen werden fast gar nicht erwähnt. Auch nicht, dass an fast jedem dritten Trecker Sprüche zu lesen sind wie: Die Ampel muss weg!
Die Sorge der Regierung und der großen Mainstream-Medien ist klar. Sie befürchten, es könnte der Eindruck entstehen, es handele sich um eine Art Generalstreik oder gar Volksaufstand. Generalstreiks sind in Deutschland nach dem Krieg von den Alliierten verboten worden.
Aber es ist ja auch kein Generalstreik. Es ist eine Summe von Streiks und Massenprotesten verschiedener Berufsgruppen, die bei großen Teilen der Bevölkerung auf Solidarität stoßen.
Was sie alle eint, ist die Wut über die Politik der Ampel-Regierung.


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