Zwei Nachrichten passen zusammen wie die Faust aufs Auge; die erste Nachricht: Seit dem Beginn des Russland-Ukraine-Krieges versucht die Ampel-Regierung mit aller Kraft, so schnell wie möglich von russischen Energieimporten wegzukommen. Auch die anderen europäischen Staaten lösen sich Schritt für Schritt von russischen Gaszufuhren. Einem Bericht zufolge solle Deutschland bereits Fortschritte machen, auch wenn die Abhängigkeit vom russischen Erdgas noch nicht überwunden ist.
Die zweite Nachricht: Das passt den Amerikanern gut. Jetzt hat die Stunde des Fracking-Gases und des Transports von Flüssiggas (LNG) geschlagen. US-Präsident Joe Biden nutzt die Gunst der Stunde, um den Europäern zu versprechen, dass die USA mehr LNG liefern werden. Es ist von einem Flüssiggaspakt die Rede. 18 Milliarden Kubikmeter LNG sollen zusätzlich geliefert werden.
Aber wird das reichen? Kurz- und Mittelfristig noch nicht. Denn nach wie vor kommen rund 40 Prozent des Erdgases für die EU aus Russland. Bislang zögert die Ampel-Regierung daher, den russischen Gashahn abrupt zuzudrehen. Wirtschafts- und Energieminister Robert Habeck (Grüne) erklärte, dies würde zu massiven sozialen Verwerfungen führen und der Wirtschaft schaden. In unseren Nachbarländern sieht man das ähnlich.
Österreichs Kanzler Karl Nehammer erklärte: »Es wird mit uns kein Gasembargo und kein Ölembargo gegenüber der Russischen Föderation geben.« Nehammer betonte, dass dies nicht nur für Österreich unrealistisch sei. Ebenso wären Länder wie Bulgarien, Tschechien, die Slowakei oder Ungarn stark betroffen.


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