Bis jetzt waren es vornehmlich Frauen, die angekündigt hatten, 2020 gegen Donald Trump anzutreten: die weiße Möchtegern-Indianerin Eliszabeth Warren (scherzhaft »Pocahontas« genannt), die Indo-Afro-Amerikanerin Kamala Harris aus Kalifornien sowie Hillary Clinton, die es vielleicht (!) nochmal gegen Trump versuchen will.
Die Demokraten scheinen es darauf abgesehen zu haben, unbedingt möglichst viele Frauen ins Rennen zu schicken. Harris werden dabei die meisten Chancen eingeräumt, denn sie ist Frau und farbig, also eine perfekte Kandidatin.
Doch was ist, wenn die Wähler einen Mann in der Rolle des Präsidenten bevorzugen? In diesem Falle muss es natürlich unbedingt ein Vertreter der »POC« (»People of Color«) sein! Denn nur so funktioniert die Rhetorik gegen den »bösen weißen heteronormativen Mann« Donald Trump.
Diese Figur auf dem Schachbrett der Politik heißt Cory Booker. Er hat ebenfalls seine Kandidatur für 2020 angekündigt [siehe Berichte »FAZ«, »Baseler Zeitung«].
Er wird den Wählern als neuer Barack Obama verkauft: locker, charmant, bodenständig, afroamerikanisch, werteliberal, sozial und aus einfachen Verhältnissen kommend.
Booker ist Senator und vertritt als erster Afroamerikaner den Bundesstaat New Jersey im Senat. Er hatte vor seiner politischen Karriere in Stanford und Yale sowie im englischen Oxford studiert. Beste Voraussetzungen also, was die Wahl der Universitäten betrifft.
Er gilt als besonders progressiv und werteliberal. Als Politiker hat er sich für Frauenrechte und die gleichgeschlechtliche Ehe eingesetzt.
Wird er in der Vorrunde gegen all die Frauen bestehen können? Und hätte er eine Chance gegen Trump? Die nächsten Monate werden zeigen, wie er sich der Öffentlichkeit verkaufen kann.


Add new comment