Manche Regierungen denken über eine Corona-Impfpflicht nach, andere nicht. Doch auf Umwegen droht sie zu uns allen zu kommen: die Pflicht, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.
Der Hebel, der betätigt wird, ist die Rechtssicherheit bei Haftungs- und Versicherungsfragen. Wer trägt für Corona-Fälle in seiner Behörde, in seiner Firma oder in seinem Betrieb die Verantwortung, wenn die Kunden oder Angestellten nicht geimpft sind?
Man kann getrost davon ausgehen, dass unsichere Rechtssprechungen Schritt für Schritt die Wirtschaft und auch die Behörden dazu zwingen werden, Impfnachweise zu verlangen. Das bedeutet im Klartext: Wer nicht geimpft ist, könnte beruflich und als Kunde benachteiligt werden.
Beispiel: Flugreisen. Viele Flugunternehmen fürchten sich vor den Kosten und Rechtsfolgen, wenn sich Passagiere auf den Flügen mit dem Coronavirus infizieren oder nach einem solchen Flug zumindest ein positives Testergebnis haben.
Schon hat die erste internationale Fluggesellschaft reagiert. Australiens nationale Fluggesellschaft Qantas plant eine Impfpflicht für Passagiere. Nur wer einen Impfnachweis vorzeigen kann, dürfe mitfliegen. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sollen entsprechend geändert werden [siehe Bericht »n-tv«]. Die Führung von Qantas ist sich sicher, dass weitere Fluggesellschaften dem Beispiel folgen werden.
Damit ist der erste Dominostein gefallen.


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