Wie kann ein Unternehmen über 5.000 Milliarden Dollar wert sein?

Chip-Hersteller Nvidia soll jetzt mehr als 5 Billionen (!) US-Dollar wert sein

Die Aktien des Chip-Konzerns Nvidia haben nun eine historische Rekordmarke erreicht. Wegen möglicher Handelserleichterungen mit China und der KI-Blase scheint der Aktienkurs ins Unendliche zu steigen.

Chiphersteller Nvidia

Der US-Chipkonzern Nvidia hat am Mittwoch an der Börse einen schier unglaublichen Meilenstein gesetzt: Als erstes börsennotiertes Unternehmen weltweit überschritt es eine Marktkapitalisierung von fünf Billionen US-Dollar bzw. ca. 4,3 Billionen Euro [siehe Berichte "FAZ", "Handelsblatt"]. Doch wie lange wird die Blase halten und wachsen? Wird sie wie die Dotcom-Blase in den 1990er Jahren platzen?

Ein Pionier der Chip-Technologie

Die Nvidia Corporation, 1993 in Santa Clara, Kalifornien, gegründet, hat sich zu einem der einflussreichsten Akteure der Technologiebranche entwickelt. Das Unternehmen ist weltweit bekannt als führender Hersteller von Grafikprozessoren (GPUs) und Chipsätzen, die in zahlreichen Bereichen von Gaming bis hin zu künstlicher Intelligenz eine zentrale Rolle spielen. Unter der Leitung von CEO Jensen Huang hat Nvidia die Grenzen der Rechenleistung immer wieder neu definiert.

Schlusselspieler in der Künstlichen Intelligenz (KI)

Nvidia ist in mehreren wachstumsstarken Sektoren aktiv. Im Gaming-Bereich dominieren die GeForce-Grafikkarten den Markt und bieten Spielern weltweit hochauflösende, realistische Grafiken. Darüber hinaus hat sich Nvidia als Schlüsselspieler in der Künstlichen Intelligenz (KI) etabliert.

Chips wie die H100- und A100-GPUs treiben KI-Modelle, Machine Learning und Rechenzentren an, die für die Verarbeitung riesiger Datenmengen unerlässlich sind. Auch in der Automobilindustrie macht Nvidia von sich reden: Die DRIVE-Plattform liefert Technologien für autonomes Fahren und vernetzte Fahrzeugsysteme. Nicht zuletzt treibt Nvidia mit der Omniverse-Plattform Innovationen im Bereich Metaverse und 3D-Visualisierung voran.

Der Aktien-Boom: Längerer Trend oder kurze Blase?

Die Aktien von Nvidia haben in den letzten Jahren eine beeindruckende Rally hingelegt. Der Hauptgrund liegt im rasant wachsenden KI-Markt, in dem Nvidia eine dominierende Stellung einnimmt. Die Nachfrage nach leistungsstarken GPUs für KI-Training, Cloud-Computing und Supercomputer steigt unaufhaltsam. Zudem profitiert das Unternehmen von seiner starken Marktposition im Gaming-Sektor und der Expansion in neue Bereiche wie autonomes Fahren.

Ein Zusammenbruch des KI-Marktes könnte Nvidia zwar treffen. Da aber der Trend global zu mehr Digitalisierung geht, wird das Unternehmen weiterhin bedeutend bleiben.

Sven von Storch

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Comments

Nvidia wird z.Zt. mit etwa dem 30-fachen des Jahresumsatzes 2025, dem 52-fachen des Jahresgewinns und dem 49-fachen des Buchwerts gehandelt!

"Normal" für einen aussichtsreichen Wachstumstitel wären etwa das 3-fache des Jahresumsatzes, das 30-fache des Jahresgewinns und das 5-fache des Buchwerts!

Selbst wenn man ein weiterhin starkes Wachstum unterstellt, wäre ein Kursrückgang von mindestens 50% überfällig.

Nachdem aber KI-Konkurrenten z.Zt. wie Pilze aus dem Boden schießen und es ungewiß bleibt, ob die Nutzung von KI überhaupt aus den Kinderschuhen herauskommt, ist ein Platzen dieser Blase mehr als überfällig.

Im übrigen bleibt es fraglich, ob die Menschen der exponentiellen Entwicklung des technischen Fortschritts überhaupt noch folgen wollen! Bestes Beispiel ist das zum Floppen verurteilte "autonome Fahren" ...

 

Nvidea hat auch eingebaute Spionagefunktionen. Bei Aufzeichnungen was der Benutzer so am Bildschirm anschaut wird nicht mehr der Microprozessor belastet, sondern geht über Stealthfunktionen vom Grafikchip direkt an den Netzwerkchip und damit zum Abhorchdienst.

@Christoph

Stimmt genau ! Bereits vor 25 Jahren zeigte mir ein Computerspezialist wie das geht. Er hackte sich von außen in meinen Comuter, ohne daß das irgendwie zu sehen gewesen wäre, und bekam somit Zugriff auf die Graphikkarte. Er konnte an seinem Bilschirm alles sehen was auf meinem Monitor abgebildet wurde. Sogar die Bewegung der Maus und die Klicks konnte er life verfolgen. Deshalb läuft auch einen Ende zu Ende Verschlüsselung komplett ins leere. Der Versuch v.d.L. mit dem neuen Durchsuchungsgesetz war also lediglich der Versuch eine seit jahrzehnten illegale Schnüffelei zu legalisieren. 

Ich rate deshalb jedem Geschäftscomputer niemals ans Netz anzuschließen und auch private Kommunikation nur noch chiffriert zu übermitteln. Das ist zwar zeitaufwendig, schützt einem aber zuverlässig vor staatlichem Verfolgungswahn !

Glass Steagall Act

30.10.2025 | 12:10

Das zeigt nur, wie krank die Märkte inzwischen geworden sind! Spekulationen über Spekulationen und Gier über Gier! Auch zeigt sich was passiert, wenn die Geldpolitik aus den Fugen gerät und das von den Zentralbanken ins System gepumpte Geld zu Fantasiespekulationen führt, die mit Realwirtschaft schon lange nichts mehr zu tun haben!


Nach der nächsten Blase die platzt, darf wieder der Bürger die Banken retten, die sich verspekuliert haben!

Eine Frage der Spekulationseinschätzung. KI ist nun mal der Renner. Die Einführung der Dampfmaschine hatte den Markt seinerzeit auch revolutioniert und die Weber arbeitslos gemacht. 

(Seien Sie froh, wenn Sie einen Computer mit einem alten Betriebssystem noch haben. Auf dem kann weniger geschnüffelt werden.)

Nach der Hitze kommt die Abkühlung. Wer Aktien gekauft hatte ist gut dran. Die, die nur zugucken sind schlecht dran. So ist das Leben. Der Sozialismus ist auf jeden Fall schlechter. Da bleibt nur das "Stadtbild"!

Blindleistungsträger

30.10.2025 | 21:40

Wie kann ein Unternehmen nur 5000 Milliarden Dollar wert sein? Ganz einfach. Das Wunder nennt sich Inflation. Wenn der Dollar nichts mehr wert ist, dann kann ein Unternehmen auch 5000 Billionen Dollar wert sein.

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