Werden deutsche Elektronikmarken und Produkte durch chinesische Marken ersetzt werden?

Chinesischer Online-Riese greift nach MediaMarkt und Saturn

Der chinesische Handelskonzern JD.com steht kurz vor der Übernahme von Europas größtem Elektronikfachhändler. Während Behörden noch letzte Freigaben prüfen, wachsen Sorgen um die Zukunft deutscher Marken und die industrielle Basis des Landes.

MediaMarkt Symbolbild KI


Der chinesische E-Commerce-Gigant JD.com hat sich die Mehrheit an der Ceconomy AG gesichert, dem Mutterkonzern von MediaMarkt und Saturn. Nach dem Übernahmeangebot im Sommer 2025 und dem Erwerb von mehr als 70 Prozent der Anteile inklusive einer Stimmrechtsvereinbarung mit der Gründerfamilie Kellerhals ist der Deal in entscheidenden Phasen. Das Bundeskartellamt und das Bundeswirtschaftsministerium haben bereits grünes Licht gegeben, letzteres unter Auflagen zum Datenschutz und Kontrollrechten. Noch ausstehend sind Entscheidungen der EU-Kommission zu möglichen chinesischen Subventionen sowie Freigaben aus einzelnen EU-Staaten. Der Abschluss wird für das zweite Halbjahr 2026 erwartet, spätestens bis Mitte November.

Strategische Partnerschaft oder schleichende Verdrängung?

JD.com, einer der größten Einzelhändler Chinas mit einem Umsatz von rund 159 Milliarden US-Dollar, bringt vor allem Expertise in Logistik und Digitalisierung mit. Ceconomy-Chef Kai-Ulrich Deissner spricht von einer Partnerschaft, bei der das europäische Filialnetz und die Markenkenntnis auf chinesische Stärken treffen. Die rund 1000 Märkte in Europa und der etablierte Onlinehandel sollen profitieren. Saturn wird schrittweise neu positioniert: Viele Filialen wandeln sich zu MediaMarkt um, während die Marke Saturn künftig als Spezialkonzept für Techniktrends und exklusive Produkte in Showrooms innerhalb von MediaMarkt-Standorten erscheinen soll.

Risiken für das Sortiment: Weniger deutsche Produkte und Marken?

Es wird befürchtet, dass chinesische Marken im Angebot zunehmen. Viele Geräte, die ohnehin in Asien produziert werden, könnten stärker in den Vordergrund rücken. 

Klassische deutsche oder europäische Hersteller von Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und Zubehör fürchten um ihre Sichtbarkeit in den Regalen. 

Ein veränderter Einkaufsfokus der neuen Eigentümer könnte die Absatzkanäle für heimische Produzenten erschweren.

Beschleunigung der Deindustrialisierung

Die Übernahme fällt in eine Zeit, in der Deutschlands industrielle Basis bereits unter Druck steht. Hohe Energiekosten, Bürokratie und der Wettbewerb aus Asien haben in den vergangenen Jahren zu Standortverlagerungen und Produktionsrückgängen geführt. 

Ein prominenter Verkaufskanal wie MediaMarktSaturn in chinesischer Hand könnte diesen Prozess verstärken, wenn Preferenzen für asiatische Lieferanten zunehmen. 

Branchenbeobachter warnen vor einem Dominoeffekt: Weniger Absatz für deutsche Hersteller bedeutet mittelfristig weniger Investitionen, weniger Arbeitsplätze und eine weitere Schwächung der Wertschöpfung im Land.

JD.com hat zugesagt, Ceconomy zunächst unabhängig zu führen und keine sofortigen Beherrschungsverträge abzuschließen. Ob diese Zusagen langfristig halten und ob deutsche Interessen ausreichend geschützt bleiben, hängt von den noch laufenden Prüfungen und der künftigen Unternehmenspolitik ab.

Sven von Storch

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Kommentare

5,6 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen in der ersten Hälfte dieses Jahres in China investiert.

https://www.sueddeutsche.de/dossier/meldungen/deutsche-produktion-wandert-nach-china-ab-iw-oekonom-fordert-eu-ausgleichszoelle-93d9d108

Deutschland wird zum Plündern freigegeben. Und nicht nur das. Wenn sogar in den Augen von Teddybären und Puppen kleine Kameras versteckt sind, werden wir von chinesischer Technik überschwemmt, die oftmals nicht den deutschen Sicherungsstandards entsprechen.

Das spielt doch überhaupt keine Rolle mehr, welcher Marken-Name auf dem Gerät steht und/oder wo man es kaufen geht. Seit 2 Jahrzehnten ist das Innenleben und die Herstellung eh nur noch aus China und Indien. Seit den 80’ern wird der Weltweite Markt an Elektronik und PKW’s mit asiatischen Produkten überschwemmt. Vorher war es Japan, Singapur und Taiwan, jetzt eben China und Indien. Bald wird auch Russland noch mitmischen. Es gibt ehemalige dritte Welt Länder, die Heut ein besseres und moderneres I-Net besitzen, als es in DE oder überhaupt in Europa der Fall ist. Das passiert eben, wenn man hierzulande das Investment so unattraktiv wie möglich macht und alles verpennt. Wettbewerbs-Fähig sind wir und werden wir so schnell auch nicht mehr. Dafür wurd in den letzten 50 Jahren von der Politik gesorgt.

Und mit den Witzfiguren, die derzeit in der Politik das sagen haben, erst recht nicht mehr. Es wird Zeit, das so etwas wie ein Idioten-Test in der Politik eingeführt wird. Bei einigen Altparteien-Politikern scheint der IQ, tatsächlich nur noch Gullyhöhe zu erreichen.

Während Chinesen nach den Sternen greifen (Saturn ) ,

greift Merz in die Lügenkiste ! Und Pistolius ist griffbereit nach seinen Doppelcolts ! Und die Fr.an der langen Leine greift nach unserem Geld !

Greifen wir uns die Wahlurne ! . . . . . . . .  Griffbereit ? 

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