Will uns die Merkel-Regierung noch abhängiger von China machen?

Chinesische Soldaten im Sommer 2019 bei Manöver in Bayern

Soldaten der chinesischen Volksbefreiungsarmee nahmen im Sommer 2019 an einer Militärübung in Bayern mit Soldaten der Bundeswehr teil. Es ging um Sanitätseinsätze. Warum wertet die Merkel-Regierung China als Supermacht auf?

Bei aller Völkerfreundschaft: Die Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China sollte stets vor dem Hintergrund politischer Interessen und ideologischer Unterschiede hinterfragt werden. Wollen wir tatsächlich immer abhängiger vom chinesischen Markt und von chinesischer Geopolitik werden?

Im Sommer 2019 trainierten Soldaten der chinesischen Volksbefreiungsarmee zusammen mit Soldaten der Bundeswehr in Bayern [Siehe Bericht »DW«]. Dort fand in Feldkirch die Übung »Combined Aid 2019« statt.

Zwar ging es primär um die Übung humanitärer Missionen mit hauptsächlich Sanitätssoldaten. Aber es wird eine neue Verstrickung und neue Abhängigkeit erzeugt. Wir werten China zur internationalen humanitären Hilfsmacht auf.

Das ist für China nur ein weiterer Baustein auf dem Weg zur globalen Supermacht, ein Ziel, das Peking auf allen Ebenen anstrebt. Müssen wir die Chinesen wirklich dabei unterstützen? Sind wir nicht in der Lage, eigene mililtärisch-humanitäre Hilfseinsätze zu trainieren und zu planen?

Die Merkel-Regierung warnt einerseits vor China, andererseits sorgt sie für immer mehr Verstrickungen und Abhängigkeiten. Das ist der falsche Ansatz.

Sven von Storch

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