Firmenbeteiligungen und Joint Ventures

Chinesische Firmen durchdringen die US-Autozulieferer-Industrie

Trotz fehlender chinesischer Autos auf amerikanischen Straßen sind chinesische Teile und Beteiligungen tief in der US-Automobilindustrie verankert. Eine aktuelle Analyse zeigt: Chinesische Unternehmen halten Anteile an rund 500 von etwa 10.000 US-Autozulieferern.

Autofabrik


Chinesische Pkw rollen bislang zwar kaum über amerikanische Straßen. Doch in den Fahrzeugen von General Motors, Ford und anderen Herstellern stecken zahlreiche Komponenten mit chinesischem Ursprung oder Einfluss. Laut einer Untersuchung des "Wall Street Journal", die sich auf Daten der Beratungsfirma AlixPartners stützt, haben chinesische Unternehmen Beteiligungen an etwa fünf Prozent der rund 10.000 Autozulieferer in den USA erworben. Das entspricht rund 500 Firmen, darunter mehr als 60, die vollständig in chinesischem Besitz sind.

In allen Teilbereichen der Autozulieferer-Industrie sind die Chinesen vertreten

Zu den betroffenen Bereichen gehören Airbags, Autoglas, Lenk- und Fahrwerksysteme. Bekannte Beispiele sind der chinesische Glashersteller Fuyao, der in den USA Produktionsstätten betreibt, oder Nexteer Automotive, ein führender Anbieter von Lenksystemen. Diese Integration ermöglicht es chinesischen Firmen, von der starken US-Autoproduktion zu profitieren, ohne dass komplette Fahrzeuge importiert werden müssen. Das ist ein Vorteil angesichts hoher Zölle und politischer Hürden gegen chinesische Automarken.

Übernahmen, Joint Ventures und Minderheitsbeteiligungen

Die Entwicklung ist nicht neu, hat aber in den vergangenen Jahren an Dynamik gewonnen. Chinesische Investoren nutzen Übernahmen, Joint Ventures und Minderheitsbeteiligungen, um Know-how zu erwerben und in globale Lieferketten einzusteigen. Für US-Hersteller bedeuten die Verbindungen günstigere Preise und eine diversifizierte Beschaffung. Kritiker warnen jedoch vor Abhängigkeiten und möglichen Sicherheitsrisiken, insbesondere bei sensiblen Technologien wie Elektronik oder künftigen autonom fahrenden Systemen.

Experten sehen in dieser Strategie eine kluge Ergänzung zur direkten Autoexport-Offensive Chinas, die in den USA derzeit durch Handelsbarrieren gebremst wird. Während vollständige chinesische Fahrzeuge weitgehend draußen bleiben, sind Teile und Beteiligungen längst Alltag in der amerikanischen Autoindustrie. 

Sven von Storch

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Comments

Ekkehardt Fritz Beyer

12.05.2026 | 09:40

... „Firmenbeteiligungen und Joint Ventures

Chinesische Firmen durchdringen die US-Autozulieferer-Industrie“ ...

Nur im beschriebenen Bereich?

Wahrscheinlich in erster Linie deshalb, um die US-Wirtschaft zu retten!?

„Hier sind die Hauptgründe, warum die USA ohne China vor erheblichen Problemen stünden“: https://www.google.com/search?q=warum+die+usa+ohne+china+einpacken+k%C3%B6nnten&sca_esv=7c53adc81a2292e4&source=hp&ei=Y7gCasyMMNT_7_UP5oTwqQc&iflsig=AFdpzrgAAAAAagLGc3ui43P5ffIxo55UbXkvbfALEdIB&ved=0…

Wofür es sich scheinbar nicht umgehen lässt, dass Trumps Megazölle gegen chinesische Firmen „mit Tricks“ umgangen werden!!!!!!! https://www.spiegel.de/wirtschaft/china-firmen-umgehen-laut-bericht-megazoelle-der-usa-durch-tricks-a-d65910a9-cc26-43e0-b3aa-7733d77854e8

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