Peking will sich heraushalten

China will im Falle eines nordkoreanischen Angriffes auf die USA neutral bleiben

Der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA spitzt sich zu. Peking lässt verkünden, dass man sich im Falle eines Krieges, der von Nordkorea begonnen würde, neutral verhalten wolle. Damit hat Pjöngjang seinen wichtigsten Bündnispartner verloren und ist endgültig isoliert. Allerdings sei Peking bereit, Nordkorea zu verteidigen, falls die USA zuerst angreifen.

Freie Welt

Auf Chinas Hilfe wie im Koreakrieg der 1950er Jahre kann Nordkoreas Diktator Kim Jong-un diesmal nicht hoffen. Staatliche Medien in China haben angekündigt, dass Peking im Falle einer militärischen Eskalation zwischen den USA und Nordkorea neutral bleiben wolle (siehe Berichte Al Jazeera, Washington Post, The Sun Daily).

Dies gelte allerdings nur für den Fall, dass Nordkorea der Agressor sei!

Sollten jedoch die USA Nordkorea angreifen, wäre China bereit, seinem Nachbarn zur Hilfe zu kommen. Falls die USA und Südkorea versuchen würden, mit einem Angriff auf Nordkorea dort einen »Regime Change« herbeizuführen, dann würde China Nordkorea unterstützen, um den Status Quo aufrechtzuerhalten, heißt es aus Peking.

Diese Doppelstrategie hat ein klares Ziel, nämlich eine Eskalation zu verhindern. Die USA werden davon abgeschreckt, in Nordkorea reinen Tisch zu machen, weil dies einen Krieg mit China zur Folge hätte. Nordkorea wird abgeschreckt, die USA und Südkorea anzugreifen, weil Peking dann beim US-Gegenschlag neutral zusehen würde.

 

 

Sven von Storch

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