China wird für Europa ein immer wichtigerer Handelspartner. Das weiß man auch in Brüssel. Doch während Brüssel immer noch glaubt, am längeren Hebel zu sitzen, gehen die Chinesen die Sache pragmatischer an. Sie bauen ihre Beziehungen zu den östlichen EU-Staaten wie Ungarn oder Polen aus. Hier können noch viele Dinge auf bilateraler Ebene aufgebaut werden.
Doch die westlichen Maintream-Medien beobachten die Entwicklung mit Sorge (siehe zum Beispiel Kommentar in der Süddeutschen). Sie glauben, dass China die Schwäche und Spaltung der EU ausnutze. Die Chinesen investieren in alle möglichen Wirtschaftszweige Europas - sie sind auf großer Einkaufstour. Diese Bemühungen decken sich mit der »Neue-Seidenstraße-Strategie«, die Europa und Asien stärker miteinander verbinden soll.
Eine Konkurrenz sind die Chinesen vor allem für die USA, die ebenfalls massiv Einfluss auf die östlichen EU-Staaten üben, um Brüssel gefügig zu machen. Daher verwundert es nicht, wenn Kritik am Einlfuss Chinas oftmals transatlantischen Charakter hat. Denn Chinas Einfluss auf Europa erschwert die Bemühungen, transatlantische Abkommen wie TTIP durchzusetzen.


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