Gegen Dominanz des US-Dollars

China und Russland rücken weiter zusammen

Sie wollen das Projekt der Neuen Seidenstraße schneller voranbringen, ihren Außenhandel verstärkt in eigenen Währungen durchführen und stärker miteinander kooperieren: das haben Xi Jinping und Wladimir Putin in Moskau beschlossen.

Als vor nicht allzu langer Zeit die USA Sanktionen gegen Russland beschlossen hatten, um Wladimir Putins angebliche Einmischung in die inneren Wahlkampfangelegenheiten der USA und wegen seiner Krim-Politik zu bestrafen, rückte Russland näher an China.

Jetzt, da China durch den Handelskrieg mit den USA in Bedrängnis gerät und chinesische Firmen auf US-Sanktions-Listen gesetzt werden, rückt China näher an Russland. Beide Staaten werden durch die äußeren Umstände gezwungen, näher zueinander zu rücken.

Bei seinem Besuch in Moskau hat Xi Jinping nun mit Wladimir Putin weitere Kooperationen beschlossen [siehe Bericht »RT«]. Beide Staaten wollen das eurasische Projekt der Neuen Seidenstraße weiter und schneller voranbringen. China hat dazu schon ein gigantisches Netzwerk an bilateralen Beziehungen zu verschiedenen Staaten Asiens und Europas gesponnen, Häfen aufgekauft oder sich Handelsvorrechte lizenzieren lassen. Russland ist in diesem eurasischen Puzzle ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Außerdem will man den Handel verstärkt in eigenen Währungen abwickeln und die Dominanz des US-Dollars in Handelsbörsen zurückdrängen.

Sven von Storch

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