China wird selbstbewusster und aggressiver gegenüber anderen Staaten

China strebt immer offensiver die globale Hegemonie an

Chinas Einfluss wächst. Je mächtiger das Regime in Peking wird, desto aggressiver wird die Außenpolitik. Dabei hat China einen klaren Plan für die Zukunft: Und das ist die Hegemonie über alle Bereiche der Welt, die für Chinas Wirtschaft relevant sind.

Weltweit warnen immer mehr Experten vor der politischen und wirtschaftlichen Expansion Chinas. Das politische System der Volksrepublik China ist autoritär und totalitär. Die Partei übt die völlige Kontrolle über alles politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Geschehen aus. Außerdem ist die Außenpolitik Chinas von einem aggressiven Nationalismus getragen. Das Projekt der Neuen Seidenstraße ist beispielsweise kein friedlicher Zusammenschluss von Staaten mit gemeinsamen Interessen, sondern vielmehr eine Einflussnahme Chinas auf relevante Staaten innerhalb eines geographischen Raumes. China will die Märkte und Handelswege kontrollieren. Was anfangs wie eine Schutzfunktion gegen die Politik der USA aussah, entpuppt sich zunehmend als globales Hegemonie-Bestreben auf allen Ebenen (Technik, Internet, Handel, Politik, Weltraum, Seeschifffahrt, eurasischer Binnenhandel, usw.)

Dieses System will China global auf andere Länder übertragen. Das chinesische Hegemoniestreben ist darauf ausgelegt, andere Staaten wirtschaftlich und politische abhängig zu machen. Ist der Einfluss erst einmal groß genug, kann die chinesische Staats- und Parteiführung direkten Einfluss auf die Regierung eines anderen Landes ausüben. Viele Staaten der Dritten Welt, besonders in Asien und Afrika, sind davon bereits betroffen. Je mehr Staaten von China abhängig werden, desto selbstbewusster treten die Chinesen gegenüber dem Westen auf.

Es gibt allerdings auch Staaten, die sich selbstbewusst gegen den wachsenden chinesischen Einfluss stellen und die Gefahr bereits deutlich erkannt haben. Dazu gehören neben den USA vor allem Australien, Neuseeland, Taiwan, Südkorea und Japan. Auch in Kanada und Großbritannien wächst der Einfluss der Politiker, die eine härtere Hand gegen Chinas Hegemonie-Bestrebungen fordern. Die EU dagegen ist sehr zögerlich.

In verschiedenen Staaten Südasiens und Ostasiens hat wegen der wachsenden Macht China ein regelrechtes Wettrüsten begonnen. Auch Indien, Vietnam, die Philippinen und Thailand rüsten gegen China auf, Taiwan, Südkorea und Japan sowieso.


Xi Jinping bestreitet allerdings offiziell, dass China Hegemonie anstrebe. Damit versucht er, Befürchtungen anderer Staaten zu besänftigen. Er behauptet, dass China kein Interessen daran habe, seine Einflusssphäre auszuweiten.

Doch Taten sprechen mehr als Worte. Immer mehr Regierungen erkennen dies.

Sven von Storch

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