Die kommunistische Regierung der Volksrepublik China will die Lebensmittelversorgung der 1,4 Milliarden Chinesen sicherstellen. Da die heimische Produktion nicht mehr ausreicht und Importe unsicher sind, werden chinesische Unternehmen ermuntert, weltweit auf Einkaufstour zu gehen. Und das tun sie auch: Zum Beispiel in Afrika und Südostasien, um dort zum Beispiel Soja anzubauen, das in China massenhaft gebraucht wird.
Auch im Westen: Von Argentinien bis Kanada sind besonders Ländereien und Farmen in beiden Amerikas beliebte Übernahmeobjekte. Selbst vor Einkaufstouren in den USA schrecken die Chinesen nicht zurück. Die USA haben die Lebensmittelproduktion so professionalisiert, dass auch China daran Anteil haben will. Bis einschließlich 2020 hatten die Chinesen bereits US-Farmland im Wert von 1,9 Milliarden US-Dollar aufgekauft.
In den USA werden die großen Farmen und Agrarunternehmen mit staatlichen Subventionen gefördert. Chinesen, die solche Farmen oder Lebensmittelunternehmen aufkaufen, profitieren also vom amerikanischen Staat und von den US-amerikanischen Steuerzahlern.
Das geht immer mehr US-amerikanischen Politikern gegen den Strich. Sowohl bei Republikanern als auch bei Demokraten baut sich parteiübergreifender Widerstand auf [siehe Bericht »Politico«]. Man will die Chinesen raus haben und von den staatlichen Subventionen fernhalten. Die Übernahme von US-amerikanischen Landflächen, Farmen und Agrarunternehmen wird als »sicherheitspolitisches« Problem erkannt.
Der ehemalige Vizepräsident Mike Pence (Rep.) erklärte: »Amerika darf es nicht zulassen, dass China unsere Lebensmittelversorgung kontrolliert.«
Besorgt schauen die Amerikaner, wie China es anderswo macht, und befürchten, dass es ihnen auch bald so ergehen könnte: Das US-Landwirtschaftsministerium berichtete 2018, dass sich Chinas Agrarinvestitionen in anderen Nationen seit 2009 mehr als verzehnfacht (!) haben. Die Kommunistische Partei Chinas hat im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Entwicklungspläne »One Belt One Road« aktiv Investitionen in die ausländische Landwirtschaft unterstützt.


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