Großbritannien hat das Royal-Navy-Kriegsschiff HMS Richmond durch die Wasserstraße geschickt, die zwischen Taiwan und der V.R. China verläuft [siehe Bericht »The Times«]. Es ist das jüngste einer Reihe von Manövern, die darauf abzielen, die britische Seemacht in der Indopazifik-Region wiederherzustellen.
Die Kommunistische Partei Chinas fühlt sich prompt provoziert. Hintergrund sind britisch-amerikanisch-japanische Seemanöver im Südchinesischen Meer. China beansprucht dieses Gebiet als Quasi-Hoheitsgewässer. Zu diesem Zweck wurde die Spratly-Inseln militärisch befestigt. Die Spratly-Inseln sind wegen ihrer strategischen Lage an einer der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten umstritten. Zudem werden dort größere Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet.
Noch brisanter ist die angespannte Stimmung zwischen Taiwan und der Volksrepublik China. Xi Jinping hatte mit einer notfalls gewaltsamen Vereinigung gedroht. Taiwan rechnet mit einer Invasion vom chinesischen Festland. Die USA und Großbritannien haben Taiwan Unterstützung zugesagt.


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