Die Schließungen von Konsulaten, die wechselseitigen Sanktionen und Drohungen zwischen China und den USA nehmen zu. Peking tritt international immer selbstbewusster und aggressiver auf. Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte offen Taiwan gedroht und angedeutet, dass man bei der Bewahrung der Einheit Chinas auch auf militärische Mittel zurückgreifen könne. In Hongkong ist es mittlerweile verboten, die Einheit des Landes öffentlich in Frage zu stellen. Überall im Reich der Mitte wächst die Zensur. Die Unterdrückung der Minderheiten in der Provinz Xinjiang nimmt zu.
Hinzu kommen kommen die permanenten Manöver im Südchinesischen Meer und in der Nähe Taiwans. Dabei kommt es immer wieder zu Vorfällen und gefährlichen Begegnungen mit US-Schiffen und US-Flugzeugen, bei denen die Chinesen aggressives Verhalten zeigen.
Der China-Experte Gordon Chang warnte auf FOX-News, dass von China ein hohes Gefahrenpotential ausginge. Das China von heute sei vergleichbar mit dem Japan der 1930er Jahre.
Die chinesische Regierung weißt alle Vorwürfe von sich und behauptet, die Schuld für die Zuspitzungen der letzten Jahre liegen allein bei den USA. Man hätte sich andere Beziehungen gewünscht, erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministerium Wang Wenbin.
Doch Tatsache ist, dass China nicht nur gegenüber den USA, sondern auch gegen viele andere Staaten zunehmend aggressiv auftritt, wie die Vorfälle vor Taiwan und vor allem an der Grenze zu Indien zeigen, wo es zu kleinen Gefechten mit mehreren Toten gekommen war. Auch das dominante Auftreten gegenüber Schuldnerstaaten und die Übernahme von Hafenrechten in vielen Ländern (zum Beispiel Sir Lanka) zeigen, dass China eine expansive Strategie verfolgt, die gegebenenfalls auch mit Nachdruck durchgesetzt wird.
Taiwan und Japan sehen sich jedenfalls zunehmend von China bedroht und investieren mehr in ihre Rüstung und den Ausbau ihrer Flotten.


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