Außenminister Wang Yi warnt vor Fortsetzung des Handelskrieges

China droht mit Gegenmaßnahmen im Handelskrieg

China gibt sich diplomatisch, doch auch selbstbewusst. Bei seinem Besuch in New York vor der UNO betonte Chinas Außenminister Wang Yi, dass China sich Gegenmaßnahmen vorbehalte, wenn der Handelskrieg mit den USA fortgesetzt würde.

China tritt bei der UNO traditionell nicht so laut auf wie die USA. Dennoch können die Chinesen durch die Blume konkrete Ansagen machen. So tat es auch der chinesische Außenminister Wang Yi bei seinem Besuch in New York allgemein und speziell bei seiner Rede vor der UNO.

Freundlich betonte er sinngemäß, dass man zu gemeinschaftlichen Lösungen im Handelsstreit bereit sei, aber er gab auch zu verstehen, dass man vor entsprechenden Gegenmaßnahmen nicht zurückschrecke, wenn die USA den Handelsstreit fortsetzen oder eskalieren lassen.

Wang Yi hat sich für einen Wandel im Welthandel ausgesprochen. Es müsse viel reformiert werden. Er mahnte auch Reformen der Welthandelsorganisation (World Trade Organization, WTO) an. Dies war auch eine Spitze gegen Washington, denn die Amerikaner dominieren die WTO. Zudem warnte er davor, dass die protektionistische Wirtschaftspolitik der USA eine globale Rezession befördern könnte.

Anlässlich seines UNO-Besuches in New York traf Wang Yi auch den russischen Außenminister Lawrow und den ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger.

Sven von Storch

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