In einem Gastbeitrag für die ZEIT macht die 67-jährige aus ihrer Unterstützung für die derzeitige Anti-Lebensschutzpolitik der Ampel-Regierung keinen Hehl. So fordert Stetter-Karp allen Ernstes, »sicherzustellen, dass der medizinische Eingriff eines Schwangerschaftsabbruchs flächendeckend ermöglicht wird«. Sie beklagt, dass insbesondere im ländlichen Raum die »gynäkologische Versorgung« fehle und fordert deshalb eine Reflexion darüber, wie die entsprechende »Schulung von Ärzt*innen in der Ausbildung« sicherzustellen sei. Darüber hinaus stellt sich Stetter-Karp hinter die Entscheidung der Regierung Scholz, Werbung für Abtreibung zu legalisieren.
Die gewählte Vertreterin der deutschen Katholiken macht sich damit implizit für das Töten ungeborenen Lebens stark, soweit die Entscheidung dafür »selbstbestimmt« erfolge. Außerdem möchte sie ein Nachdenken darüber, wie man möglichst vielen Ärzten das Töten ungeborenen Lebens beibringen könne. Stetter-Karp bewegt sich damit zwar voll auf der Linie der waltenden Regierungspolitik, die den Lebensschutz Stück für Stück abwickelt zugunsten einer als »Selbstbestimmung« verkleideten Moral des Egoismus, sie verlässt damit jedoch gleichzeitig den Boden der christlichen Soziallehre und Sozialethik.
Mit ihrer Position hat sich die ZdK-Präsidentin als Vertreterin der deutschen Katholiken nicht nur untragbar gemacht. Sie hat 21 Millionen katholische Christen brüskiert und dem befürchteten Schisma zwischen der deutschen Kirche und Rom einen neuerlichen Schub versetzt. Die Proteste ließen nicht lange auf sich warten. Das Forum der deutschen Katholiken, die bayerische Vorsitzende der Bewegung Christen für das Leben, Christiane Lambrecht, und die katholische Initiative Maria 1.0 wie nicht zuletzt die Initiative Christenschutz fordern den Rücktritt von Stetter-Karp.
Ein Gastbeitrag der Initiative Christenschutz


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