Die Delegation aus Kanda hat wegen des Widerstands des wallonischen Parlaments ihren Besuch in der EU abgesagt. Jetzt sind die CETA-Verhandlungen vertagt. Das ist ein Sieg für die vielen Bürgerbewegungen, die seit zwei Jahren gegen TTIP und CETA Sturm laufen. Wenigstens in Wallonien konnte die Zivilgesellschaft der EU den Riegel vorschieben.
Die Presse sieht das anders. Spiegel-Online spricht von einer "Blamage für die Europäische Union." Bei Zeit-Online ist davon die Rede, dass eine Provinz Europa blamiere. Die Zeit-Journalisten fragen sich, ob "zu viel lokale Demokratie die Handlungsfähigkeit der Politik" bedrohe. In der Zeit wird behauptet, dass drei Millionen Wollen 500 Millionen Europäern ihr Haltung vorschreiben würden. Stellt sich nur die Frage, woher die Zeit zu wissen glaubt, was 500 Millionen EU-Bürger eigentlich wollen? Woher diese unfassbare Überheblichkeit?
Tatsache ist, dass sich viele Bürger Sorgen wegen der neuen transatlantischen Abkommen machen. Von Anfang an gab es zu wenig Transparenz. Das hat Missmut und Misstrauen hervorgerufen. Nun wundert sich die Politik, dass ihre Obrigkeits-Vorgaben von der Bevölkerung abgelehnt werden.


Add new comment