Annegret Kramp-Karrenbauer kommt für viele CDU-Politiker als mögliche Merkel-Nachfolgerin infrage. Auch die Presse rückt Kramp-Karrenbauer immer mehr ins Rampenlicht. Sie bringt sich sogleich in Stellung und kämpft ganz vorne mit im hessischen Wahlkampf, um den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier zu unterstützen [siehe Bericht »Süddeutsche«].
Angesichts des Wahldebakels in Bayern, der schlechten Umfragewerte für die große Koalition in Berlin und der angeschlagenen Autorität von Merkel innerhalb der CDU konzentriert sich die Union mit aller Kraft auf Hessen. Das ist besonders schwierig, weil es sogar innerhalb der hessischen CDU rumort, denn nicht alle Parteimitglieder sind mit der Politik von Merkel einverstanden.
Bis zum Wahl am 28. Oktober ist die Zeit knapp, das Ruder noch herumzureißen. Die öffentliche Stimmung und die negativen Umfragewerte zwingen die Union zu einem letzten Kraftakt. Die Tatsache, dass Merkel in Hessen keine große Wahlkampftour macht, spricht Bände: Ihre Person zieht nicht mehr. Kramp-Karrenbauer kann sich nun als Retterin inszenieren.


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