Droht bald ein militärischer Flächenbrand in Westafrika?

Burkina Faso und Mali warnen vor Militär-Intervention im Niger

Ein militärisches Eingreifen durch den Westen bzw. Frankreich im Putsch-Land Niger wäre auch eine Kriegserklärung an Burkina Faso und Mali, heißt es seitens der dortigen Regierungen.

Nach dem Militär-Putsch im Niger hat das Land die Lieferungen von Gold und Uran an Frankreich verkündet. Frankreich und Deutschland haben ihre Entwicklungshilfe eingestellt. Macron droht mit einem militärischen Eingreifen, sollten französische Staatsbürger oder französische Interessen dort bedroht werden.

Frankreich braucht das Uran aus dem Niger für seine zahlreichen Kernkraftwerke. Die französische Wirtschaft ist von der Kernenergie als Energieträger abhängig. Auch Deutschland bezieht Atomstrom aus Frankreich.

Nun haben die Regierungen von Burkina Faso und Mali angekündigt, dass die das neue Regime im Niger decken. Ein Angriff auf den Niger sei auch eine Kriegserklärung an Burkina Faso und Mali, heißt es [siehe Bericht »Insider Paper« mit Bezug auf eine AFP-Meldung]. Man werde keinen Sturz der neuen Regierung im Niger zugunsten der Restaurierung der alten zulassen.

Damit verschärft sich die Lage. Denn eine militärische Intervention Frankreichs und ggf. sogar der USA wird immer wahrscheinlicher, wenn der Niger seine Uranlieferungen an Frankreich dauerhaft aussetzt.

Sven von Storch

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