AfD steht dagegen fast geschlossen gegen die Impfpflicht

Bundestag_ Front der Impf-Befürworter in der Ampel-Koalition bröckelt

Während bei den Ampel-Parteien Uneinigkeit in Bezug auf die Impfpflicht herrscht, sind sich die AfD-Abgeordneten fast einig: Sie wollen keine Impfpflicht.

Die allgemeine Impfpflicht soll vom Bundestag beschlossen werden. So wünscht sich das die Scholz-Regierung. Doch das könnte schwierig werden. Denn die Abgeordneten der SPD, der Grünen und vor allem der FDP sind sich gar nicht so einig, ob eine allgemeine Impfpflicht der richtige Weg sei [siehe Bericht »Epoch Times«]. Auch bei den Unions-Politikern herrscht Uneinigkeit.

Also ist noch offen, ob das Vorhaben überhaupt die parlamentarische Hürde nehmen wird. Einer Umfrage der Zeitung »Die Welt« (Donnerstagausgabe) zeigt, wie offen die Situation ist. Sie befragte 736 Abgeordnete des Parlaments. In der Umfrage konnten die Bundestagsabgeordneten zwischen vier Antwortoptionen wählen: eine allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren, eine altersbezogene Impfpflicht, beispielsweise ab 50 Jahren, gegen eine Impfpflicht oder noch nicht entschieden.

Demnach sind beispielsweise bei der SPD nur 55 Prozent der Abgeordneten für eine Impfpflicht. Viele sind sich noch unsicher. Bei der FDP ist fast die Hälfte der Abgeordneten (45 Prozent) generell gegen die Impfpflicht. Knapp 35 Prozent von ihnen sind noch unentschieden. Einigkeit scheint es bei der AfD zu geben. Dort sind auf Anhieb 85 Prozent gegen eine Impfpflicht. Die restlichen 15 Prozent haben noch nicht geantwortet und zeigen sich neutral.

Es bleibt also spannend: Die Möglichkeit, dass das Vorhaben einer Impfpflicht scheitert, ist groß. Es lohnt sich also, weiterhin den Volksvertretern die Meinung kundzutun.

Sven von Storch

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