Kein Wille? Oder kein Weg?

Bundesregierung kommt mit Abschiebung abgelehnter Asylbewerber kaum voran

Sogar die Unternehmensberatung McKinsey hat nun mehr Druck auf abgelehnte Asybewerber empfohlen. Die Bundesbehörden kommen kaum voran und liegen weit hinter den geplanten Zahlen zurück. Viele Migranten in Deutschland haben den Status der "Duldung", das heißt deren Abschiebung ist ausgesetzt.

Freie Welt

Wie Welt-Online/N24 berichtete, verfehlt die Bundesregierung ihr Abschiebungsziel für abgelehnte Asylbewerber deutlich. Aktuell würden laut Ausländerzentralregister sich noch mehr als 215.000 ausreisepflichtige Migranten in Deutschland aufhalten.

Die FAZ berichtete, dass inzwischen sogar die Unternehmensberatung McKinsey mehr Druck und Maßnahmen zur Abschiebung abgelehnter Asylbewerber und ausreisepflichtiger Personen empfiehlt und einen entsprechenden Maßnahmenkatalog vorgestellt hat. Kritiker bemerkten, warum man für diese Erkenntnisse eine 1,8 Millionen Euro teure Studie brauche. Die Daten würden dem Bamf ohnehin vorliegen.

Viele Migranten sind statusmäßig nur "geduldet". Die Süddeutsche berichtet von rund 168.000 ausreisepflichtigen Migraten, die geduldet sind und deren Abschiebung ausgesetzt ist. Diese Duldung soll maximal 18 Monate dauern, heißt es dort. Doch 21 000 Menschen hätten seit mehr als zehn Jahren diesen Aufenthaltsstatus, heißt es in der Süddeutschen.

Auch der tunesische Terrorverdächtige von Berlin, Anis Amri, soll sich als "Geduldeter" in Deutschland in aufgehalten haben. Die Polizei sucht nach wie vor mit allen Mitteln nach dem Tatverdächtigen.

 

 

 

Sven von Storch

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