Insa-Umfrage für »Tichys Einblick«

Bürger vertrauen immer weniger ARD und ZDF

Einer Umfrage für die Zeitung »Tichys Einblick« zufolge nimmt das Vertrauen der Bürger in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ab. Nur noch 45,4 Prozent glauben an eine »objektive Berichterstattung« des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Während man in den neuen Bundesländern durch die negativen Erfahrungen mit dem DDR-Fernsehen (»Aktuelle Kamera«, »Schwarzer Kanal« mit Karl-Eduard von Schnitzler) geprägt ist, haben im Westen die Bürger über Generationen ein Vertrauensverhältnis zur Tagessschau und zu den ZDF-Heute-Nachrichten entwickelt, dass nun aber auch immer stärker infrage gestellt wird.

Einer INSA-Umfrage für die Zeitung »Tichys Einblick« zufolge nimmt das Vertrauen der Bürger in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ab. Nur noch 45,4 Prozent glauben an eine »objektive Berichterstattung« des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Nur noch 33,7 Prozent halten die Berichterstattung für »unabhängig«. 48,5 Prozent meinen, dass ARD und ZDF zu viel Staatsnähe hätten. Und rund ein Viertel aller Befragten guckt gar kein Fernsehen mehr.

Gefragt wurde auch das der politischen Präferenz der Befragten und die Nutzung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Dabei kam heraus, dass mit  87,7 Prozent der Anteil der Nutzer bei den Grünen-Anhängern am höchsten ist. Die niedrigsten Werte viele auf die Anhänger der AfD mit 55,3 Prozent. Diese würde sich lieber über andere Medien informieren.

Interessant ist hierbei die Wechselwirkung zwischen Journalismus und Medien-Konsumenten: Nach einer Studie sind beispielsweise rund 92 Prozent der dortigen Volontäre politisch im rot-rot-grünen Meinungsspektrum zu verorten

Sven von Storch

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