Die Staats- und Regierungschef der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) und der Staaten, die mit den BRICS-Staaten assoziiert sind oder Beobachter-Status innehaben, haben sich zu einem neuen Gipfel in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro getroffen [siehe Bericht »tagesschau.de«]. Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Machthaber Xi Jinping haben sich durch ihre Außenminister vertreten lassen.
Die BRICS-Staaten beobachten aufmerksam die NATO-Beschlüsse zur Anhebung der Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent des Bruttoinladproduktes (BIP), bei gleichzeitiger Senkung der Entwiklungshilfe für die südlichen Länder. Abert tatsächlich sind es die BRICS-Staaten, die das größte wirtschaftlichen Wachstum verzeichnen.
BRICS-Staaten wollen mit eigener Währung US-Dollar angreifen
Die Spannungen zwischen den BRICS-Staaten und dem NATO-Westen sind deutlich. Denn der NATO-Westen steht im Ukrainekrieg gegen Russland und in der Taiwan-Problemkatik gegen China. Dementsprechend berichten viele westliche Medien negativ über das BIRCS-Treffen; die »BILD-Zeitung« nennt es gar einen »Gipfel der Schurkenstaaten«, weil sie »die Welt neu orden und den Westen schwächen« wollen.
Dazu wollen die BRICS-Staaten auch eine Reform des »Internationalen Währungsfonds« (IWF) anstreben, in dem bislang die USA und Europa sehr viel zu sagen haben.
Ein großes Dauer-Thema für die BRICS-Staaten ist es, die Dominaz des US-Dollars als Weltleitwährung zu brechen. Dazu wollen die BRICS-Staaten eine eigene internationale Währung schaffen, die den Dollar in seiner Bedeutung angreifen soll. Denn der Anteil der BRICS-Staaten an der Weltwirtschaft wächst, während der Anteil des Westens abnimmt.
Noch ist der US-Dollar die Weltreservewährung. Doch das soll sich ändern, wenn es nach den Plänen der BRCIS-Staaten geht.


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