BBC unter Dauerbeschuss in Großbritannien

Boris Johnson stellt erneut Rundfunkgebühren infrage

Die Kritik an der BBC reißt nicht ab. Immer mehr Briten sind gegen die Rundfunkgebühren. Außerdem wird die Neutralität der Berichterstattung infrage gestellt. Johnson kritisiert zudem die Strafgebühren, die fällig werden, wenn man die Gebühren nicht zahlt.

Die BBC hatte eifrig gegen den Brexit, gegen Trump und überhaupt gegen viele neue politische Bewegungen verbal gefeuert, so dass sich immer mehr Briten fragen, inwiefern die mit Rundfunkgebühren finanzierte Sendeanstalt überhaupt noch neutral berichtet.

Für den Premierminister und Brexitbefürworter Boris Johnson ist das eine günstige Gelegenheit zurückzuschlagen. Er wurde gewählt und der Brexit ist nun vollendete Tatsache. Jetzt kann er den Spieß umdrehen.

Also hat er erneut die Gebührenfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks infrage gestellt. Er kritisierte besonders die Strafgebühr, die für Briten fällig ist, wenn sie einen Fernseher benutzen, ohne zuvor die Rundfunkgebühr von jährlich 154,50 Pfund (183 Euro) gezahlt zu haben [siehe Bericht »Spiegel«]. In solchen Fällen kann eine Zahlung von 1000 Pfund (1184,80 Euro) oder sogar eine Haftstrafe verhängt werden.

Sven von Storch

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