Autobranche in der Krise

BMW-Chef will bis 2022 bis zu 6000 Stellen in Deutschland abbauen

Die Automobilindustrie steckt in der Krise. Der BMW-Chef Oliver Zipse kündigt massiven Stellenabbau in Deutschland an. Ein Dominostein nach dem anderen kippt.

Wir berichten immer wieder: Die deutsche Automobilindustrie steckt in einer tiefen Krise und mit ihr die deutsche Zuliefererindustrie. Ein Dominostein nach dem anderen kippt. Deutschland rutscht in die Rezession.

Auch das bayrische Vorzeigeunternehmen BMW ist betroffen. BMW-Chef Oliver Zipse hat angekündigt, bis zum Jahr 2022 allein in Deutschland rund 5000 bis 6000 Arbeitsplätze abzubauen [siehe Berichte »Manager Magazin«, »T-Online«]. Viele Umstrukturierungen und personelle Neubesetzungen stehen bei dem bayrischen Autobauer an.

Die Nachricht trifft zur Unzeit ein. Denn auch Daimler und Volkswagen leiden unter stark rückläufigen Verkaufszahlen [»Freie Welt«]. Volkswagen will ebenfalls allein bei der Kernmarke »VW Pkw« rund 5000 bis 7000 Stellen abbauen [siehe Bericht »n-tv«].

Die Automobilbranche und ihre Zuliefererindustrie waren lange Zeit das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Sie waren der Garant für gut bezahlte Arbeitsplätze und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in vielen deutschen Städten. Dieses Bild wird sich in Deutschland ändern. Wie die zahlreichen Demonstrationen am letzten Freitag gezeigt haben, wird die deutsche Automobilindustrie mittlerweile als Feindbild hingestellt. Die Jugend wird sich noch wundern, wenn die Wirtschaft schrumpft und der Lebensstandard in Deutschland auf Schwellenlandniveau herabfällt.

Sven von Storch

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