Kerninvestitionen in Rechenzentren: Finanzwirtschaft investiert in KI

Blackstone treibt KI-Infrastruktur mit Milliardeninvestitionen voran

Blackstone hat sich zu einem der größten Investoren in der KI-Infrastruktur entwickelt. Mit einem globalen Datenplattform-Volumen von über 85 Milliarden US-Dollar und einem umfangreichen Landbank für weiteres Wachstum profitiert das Unternehmen massiv vom Boom künstlicher Intelligenz.

Stephen Schwarzman von Blackstone


Bereits 2021 erwarb Blackstone (der Mutterkonzern, aus dem später BlackRock hervorging) den Rechenzentrumsbetreiber QTS für rund zehn Milliarden Dollar. Unter der Führung von Blackstone wuchs QTS vom fünftgrößten zum größten unabhängigen Anbieter in Nordamerika. Weitere Meilensteine sind die Übernahme von AirTrunk, dem führenden asiatischen Datenanbieter, sowie Joint Ventures mit Partnern wie Digital Realty. 

Das Unternehmen betreibt heute die weltweit größte und am schnellsten wachsende Datenplattform. Blackstone plant zudem die Gründung des Blackstone Digital Infrastructure Trust, einer börsennotierten Gesellschaft, die fertige und vermietete Rechenzentren für KI-Anwendungen erwerben soll und Privatanlegern Zugang zum Sektor ermöglicht. 

Finanzierung und Energieversorgung

Blackstone investiert nicht nur in Gebäude, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dazu gehören Milliardenkredite an KI-Spezialisten wie CoreWeave, Beteiligungen an Hardware- und Speicheranbietern sowie Investitionen in Energieversorger. Beispiele sind umfangreiche Commitments in Pennsylvania und Europa, darunter ein geplantes Projekt in Deutschland im Volumen von rund vier Milliarden Euro. 

CEO Stephen Schwarzman, nachdem die Firma benannt ist, und andere Führungskräfte betonen, dass Blackstone durch diese Positionierung zum weltweit größten Investor in KI-Infrastruktur werden soll. Die Nachfrage von Hyperscalern wie Microsoft, Amazon oder Google treibt ein historisches Investitionsvolumen an. 

Strategische Bedeutung für die Finanzindustrie

Datenvolumen verdoppeln sich etwa alle drei Jahre. Rechenzentren, Stromversorgung und Kühlung bilden die physische Grundlage für Trainings- und Inferenzmodelle. Blackstone sieht hier einen mehrjährigen Superzyklus und hat seine Plattform entsprechend ausgebaut. Trotz gelegentlicher Marktschwankungen durch neue KI-Modelle bleibt das Unternehmen bei seiner langfristigen Strategie. 

Mit einem verwalteten Vermögen von über 1,3 Billionen Dollar nutzt Blackstone seine Größe, um Projekte in den USA, Asien und Europa zu realisieren. Das Engagement unterstreicht die zentrale Rolle privater Kapitalgeber beim Ausbau der digitalen Infrastruktur der Zukunft.

Sven von Storch

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