Der Chef der weltweit größten Schattenbank und des weltweit größten Vermögensverwalters »BlackRock«, Larry Fink, sieht mit dem Russland-Ukraine-Krieg das Ende der alten »Weltordnung« der Epoche nach dem Ende des Kalten Krieges gekommen. Damit gehe auch ein Ende der Globalisierung einher, wie wir sie seit 30 Jahren kennen, erklärt Fink [siehe Bericht »CNBC«].
Fink, dessen Finanz-Unternehmen mehr als 10 Billionen (!) US-Dollar verwaltet, sagte, »BlackRock« habe den Kauf russischer Wertpapiere in seinen aktiven oder Index-Portfolios ausgesetzt. Russland ist somit außen vor.
In den frühen 1990er Jahren, als die Welt aus dem Kalten Krieg hervorging, wurde Russland in das globale Finanzsystem aufgenommen und erhielt Zugang zu den globalen Kapitalmärkten, erklärt Fink. Die Ausweitung der Globalisierung habe den internationalen Handel beschleunigt, die globalen Kapitalmärkte vergrößert und das Wirtschaftswachstum gesteigert, sagte er.
Das sei nun vorbei.
Offen bleibt die Frage, ob diese Entwicklung wirklich die Folge des Krieges ist, oder ob der Krieg nur eine passende aktuelle Ausrede bietet, Teile des Finanzsystems auf neue Grundlagen zu stellen. Darauf geht Fink nicht ein.


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