Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte wirft dem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Inkompetenz vor [siehe Bericht »Deutschlandfunk«]. Er fahre mit seiner Politik die klinische Medizin weiter an die Wand, heißt es.
Weil durch die Corona-Maßnahmen wie Schulschließungen und geschlossenen Kindergärten, Maskenpflicht und Abstandsregeln die Kleinkinder, Kinder und Jugendlichen zwei Jahre lang ihr Immunsystem nicht mehr an der viralen Umwelt trainieren konnten, fallen sie jetzt in Massen den aktuellen Wellen von Atemwegserkrankungen zum Opfer.
Die Kinderärzte sind überfordert, die Kinderkliniken sind überfüllt. Es gibt zu wenig Intensivbetten für die Kinder. Lauterbach machte den Vorschlag, man könne Personal aus anderen medizinischen Bereichen abziehen. Doch dieser Vorschlag sei völlig realitätsfremd, kritisierte der Bundessprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte im Deutschlandfunk. Kinder seien keine kleinen Erwachsenen. Das sei ein völlig anderes medizinisches Feld. Jetzt räche sich die Gesundheitspolitik der letzten Jahre, in denen alles auf Effizienz getrimmt und an allen Ecken und Enden gespart wurde.


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