Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die Kriminalstatistik für 2016 vorgestellt. Es sieht nicht gut aus. Gewalt und Verbrechen im Lande haben zugenommen.
Wie der Tagesspiegel berichtete, trägt Berlin jetzt den zweifelhaften Titel »Hauptstadt des Verbrechens«. In keiner anderen deutschen Großstadt und auch in keinem anderen Bundesland seien pro tausend Einwohner mehr Straftaten verübt worden als in Berlin, heißt es im Tagesspiegel.
Wie die B.Z. berichtete, ist deutschlandweit seit 2016 die Zahl der Gewalttaten um 6,7 Prozent auf 193.542 Fälle gestiegen. Schwere Körperverletzungen hätten erheblich zugenommen, und zwar um 9,9 Prozent auf 140.033 Fälle.
Bei Jugendlichen siet der Anstieg der Straftaten besonders auffällig, heißt es. Hier gebe es einen Anstieg um zwölf Prozent auf 22.646 Tatverdächtige. Bei der gefährlichen und schweren Körperverletzung wurde ein Anstieg um 16,5 Prozent auf 18.156 jugendliche Verdächtige festgestellt, schrieb die B.Z.
Wie Zeit-Online berichtete, haben nach den neusten Statistiken in Deutschland insgesamt die Gewalttaten zugenommen. Rückläufig seien dagegen die Fälle der Wohnungseinbrüche. Bei Mord und Totschlag sei ein Plus von 14,3 Prozent registriert worden, bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung habe der Anstieg bei 12,8 Prozent gelegen, heißt es auf Zeit-Online.
Die Süddeutsche spricht von »Zeichen der Verrohung« in der Gesellschaft.


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