Rot-rot-grün kann keine Bildungspolitik

Berlin droht Warnstreik an Schulen

Lehrer und Schulangestellte wollen gegen die Bildungspolitik des rot-rot-grün regierten Senats streiken.

Berlin ist eine Problemstadt. Das gilt auch für die Schulen. Unterrichtsausfall, Lehrermangel, marode Gebäude, schlechte Pisa-Ergebnisse, soziale Brennpunkte, Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse, Gewalt auf dem Schulhof, Überlastung des Lehrpersonals: All dies belastet das Berliner Schulsystem.

Anders als in vielen anderen Bundesländern sind in Berlin viele Lehrer nicht verbeamtet, sondern angestellt. Daher haben sie die Möglichkeit, zusammen mit den anderen Schulangestellten, zu streiken. Bereits im Dezember war es zum Streik gekommen. Nun kündigt die »Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)« erneut einen Streik an [siehe Bericht »B.Z.«]. Gefordert werden bessere Arbeitsbedingungen, kleine Schulklassen und bessere Tarife.

Viele Lehrer sind außerdem überfordert und an den Grenzen ihrer Kraft. Sie müssen in den Brennpunkten und sozialen Problem-Kiezen oftmals auch die Rolle von Sozialarbeitern übernehmen.

Für den rot-rot-grünen Berliner Senat und die regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey kommen solche Nachrichten zur Unzeit. Denn bereits die Silvesterkrawalle haben wieder aller Zeit gezeigt, dass Berlin eine Stadt der sozialen Probleme ist. Wenn im Februar die Wahlen wiederholt werden, könnte es für rot-rot-grün hohe Stimmenverluste geben.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.