Das Bilderberger-Treffen tagt jährlich seit seiner Gründung 1954 und möchte nach eigenen Angaben Gespräche fördern, um „ein besseres Verständnis der komplexen Mächte und wichtigsten Trends in den westlichen Ländern“ zu ermöglichen.
Die geschlossene Konferenz, deren Gesprächsinhalte nicht an die Öffentlichkeit gelangen dürfen, wird von Verschwörungs-Theoretikern als Teil der geheimen Weltregierung verstanden, da die Teilnahme nur durch Einladung erfolgen kann.
Parolins Teilnahme lässt aufhorchen, da er der einzig teilnehmende Religionsführer ist und es das erste Mal ist, das der katholischen Kirche überhaupt die Teilnahme zugestanden wird. Obwohl die Teilnehmer der Konferenz weder religiöse Themen diskutieren, noch sich besonders durch christliche Werte auszeichnen, scheint es Gründe zu geben, den vatikanischen Staatssekretär an den Gesprächen teilnehmen zu lassen.
Kardinal Parolin war in der Vergangenheit in viele politische relevante Diskussionen involviert, zuletzt noch in die Vatikangespräche mit Russland und China. Kirchenveteranen, wie Kard. Joseph Zen, emeritierter Erzbischof von Hong Kong hatte den Vatikan öffentlich für seine Verhandlungen mit der chinesischen Staatskirche kritisiert und erklärt, dass diese einem Verrat der chinesischen Untergrundkirche gleichkämen. Abkommen mit der chinesischen Staatskirche wurden von Kard. Parolin eingefädelt.
Fraglich ist, ob Parolin mit seiner Profilierung im internationalen Polit-Geschäft seine Wahl als Nachfolger von Papst Franziskus vorbereiten will. Bereits bei der Wahl von Franziskus gab es Gerüchte über Eingreifen von Finanzoligarchen wie George Sorros und Ex-US-Präsident Barack Obama in die Papstwahl.
In der Vergangenheit hielt sich die Kirche von den Bilderberger-Treffen fern, wegen der suspekten Hintergrundinteressen und der Vernetzung mit der Freimaurerei. Dies ändert sich unter Papst Franziskus jetzt.
Ob die Bilderberger Teilnehmer Themen wie die Christenverfolgung im Mittleren Osten, die Bekämpfung von islamischen Fundamentalisten, oder der richtige Umgang mit Personen mit homosexuellen Neigungen thematisieren wird – alles Themen, die für die katholische Kirche von brisant sind – bleibt abzuwarten.
Seltsam ist auch diese neue Hinwendung zu den „Mächtigen“ und „Reichen“ der Welt, da Franziskus ja die „Kirche der Armen“ predigt.


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