Wie sehr der Themen-Komplex Russland-Putin-Ukraine mit Tabus, Zensur und Propaganda behaftet ist, zeigt die Berichterstattung in den Mainstream-Medien zum jüngsten Interview Putins mit Rucker Carlson. Ihr Framing versucht mit wildesten Pirouetten alle Informationen aus Russland zur Stimmungsmache gegen Putin hinzubiegen. Eine sachliche Berichterstattung scheint nicht mehr möglich zu sein.
Die »Welt« spricht von der »Märchenstunde aus Moskau«. Die »Tagesschau« titelt: »Die Putin-Verstehen-Show«. Und das ZDF fragt im Titel: »Tucker Carlson als ›nützlicher Idiot‹ Putins?«. Und der Münchener »Merkur« schreibt: »Tucker-Carlson-Interview: Putins große Propaganda-Show«.
Den Vogel schoss die »BILD-Zeitung« mit einem Artikel ab, der die Gesundheit Putins hinterfragt, weil er in einem bestimmten Moment sich verkrampfte und mit dem Beim zuckte. Das kann alles Mögliche sein. Vielleicht hat seine Verdauung gerade rumort? Wer kennt das nicht?
Warum gibt es solche Mainstream-Berichterstattung nicht über Joe Biden, der permanent durch das Bild purzelt, die Orientierung verliert oder verwirrte Dinge sagt?
Klar ist: Beim Thema Russland sind keine Differenzierungen gefragt. Es soll im Gleichschritt marschiert werden. Zweifel an der westlichen Sanktions-Politik gegen Russland und an der Fortsezung des Krieges in der Ukraine dürfen nicht aufkommen.
»In fünf Jahren müssen wir kriegstüchtig sein« zitiert der »Spiegel« in seinem Titel den Generalinspekteuer der Bundeswehr, Carsten Breuer. Denn man gehe davon aus, dass Russland möglicherweise in fünf bis acht Jahren ein NATO-Land angreifen werde.
Man fragt sich: Warum sollte Russland das tun? Hat die sehr viel stärkere Sowjetunion im Kalten Krieg ein NATO-Land angegriffen?
»Können wir Krieg?« fragte eine Dokumentation des Bayrischen Rundfunks. Warum stellt man solche Fragen?
Frau Professor Ulrike Guerot hat die Vermutung geäußert, dass die autoritären Maßnahmen während der Corona-Zeit sowie andere Maßnahmen der Zensur Vorbereitungen auf Szenarien seien, in denen die Deutschen kriegsbereit gemacht werden sollen.
Für die USA wäre das vermutlich ein Gewinn: Je mehr die Europäer gegen Russland engagiert sind, desto weniger müssen die US-Amerikaner Geld und Ressourcen gegen Russland investieren.


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