Es ist eine pure Provokation: Die EU-Kommission beginnt mit den Beitrittsverhandlungen für die Ukraine und Moldawien.
Zwar wird von der Ukraine noch die Umsetzung vieler Reformen verlangt, die auch nötig sind. Dies könnte den Zeitpunkt des eigentlichen Beitritts verzögern. Doch am Ende steht fest, dass beide Länder über kurz oder lang zur EU gehören sollen, ob Russland das akpzeptiert oder nicht.
Dabei ist klar, dass Russland seine Einmischung in die Angelegenheiten der Ukraine immer dann intensiviert hat, wenn auf der anderen Seite die EU und die USA sich einmischten. Es entstand schon vor zwanzig Jahren eine Einmischungs-Spirale, die schließlich zum Krieg geführt hat. Und nun setzt die EU diese Spirale weiter in Bewegung und zwingt Russland zu weiteren Reaktionen.
Wenn der Kreml sich gezwungen sieht, die Ukraine vom Beitritt zur EU und NATO abzuhalten, bleibt ihm nur die Forsetzung des Krieges. Denn so lange offiziell Krieg herrscht, kann Kiew nicht beitreten. Für das Land bedeutet dies: mehr Verelendung, mehr Verluste.


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