Befreit Sunak Großbritannien von »Woke Culture« und überzogener »Political Correctness«? In einem Artikel-Beitrag bei »Tichys Einblick« wird die Personal-Politik des neuen Premier-Ministers Rishi Sunak diskutiert.
Wie die USA und Deutschland ist auch Großbritannien seit Jahren von der sogenannten »Woke Culture« erfasst. Immer mehr Menschen wissen nicht mehr, was sie sagen dürfen, ohne die Regeln der »Political Correctness« zu verstoßen. Überall lauern die Vorwürfe, Rassist oder Sexist zu sein. Die eigene Kultur wird verleugnet, akadamische Besserwisser fahren den Bürgern über den Mund. Die Universitäten sind zu akademischen Minenfeldern geworden. Die links-intellektuelle Kulturrevolution der Kulturmarxisten hat das geistige Leben zum Erlahmen gebracht. Selbst biologische Binsenweisheiten wie die Unterscheidung von Mann und Frau sind politisch nicht mehr korrekt. Offene Debatten können kaum noch geführt werden. Abweichenden Meinungen wird die Plattform entzogen.
Doch jetzt scheint der Zenit erreicht zu sein. Selbstkritik macht sich breit. Eine Autorin im »Spectator« schreibt: »Wir haben eine Kulturrevolution daraus gemacht – und uns selbst traumatisiert.« [...] »Wir verbrachten unsere Universitätslaufbahn in einem Zwischenzustand erbärmlichen Schreckens. Wir hatten Angst vor kultureller Aneignung, davor zu vergessen, unsere Er-Sie-Aufkleber zu tragen, davor, Triggerwarnungen zu übersehen und ›safe spaces‹ zu kontaminieren. Wir hatten Angst vor uns selbst.«
Unter dem neuen Premierminister Rishi Sunak scheint nun der Wandel einzusetzen. Als ein Zeichen wird seine Personalpolitik gedeutet. So forcierte er den Rücktritt der schottischen Ministerin Nicola Sturgeons, die sich lautstark für Identitätspolitik eingesetzt hatte. Sie war gegen die männlich-weiblich-Unterscheidung eingetreten und stürzte am Ende über den Fall eines angeblichen Transgender-Häftlings.


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