Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm hat sich für für Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen [siehe Berichte »Augsburger Allgemeine«, »evengelisch.de«, »Merkur«]. In Bezug auf die Friedensbotschaft des Evangeliums sieht er einen Reformbedarf der evangelischen Friedensethik. Die Kirche müsse umdenken: »Ihre Reflexion des Umgangs mit faktischer militärischer Aggression bedarf der Weiterentwicklung«, schreibt er in einem Beitrag für die neue Ausgabe der in Freiburg erscheinenden »Herder Korrespondenz« mit dem Titel »Gerechter Friede und militärische Gewalt«.
Er führt darin weiter aus: »Wenn es keine moralische Pflicht gibt, eine militärische Aggression ohne wirksame Gegenwehr hinzunehmen und damit unter der Besatzung des Aggressors zu leben (...), dann ist es moralisch legitim, sich mit Waffen zu verteidigen.«
Also sei es seiner Meinung nach auch legitim, Waffen an den Verteidiger zu liefern. Auf die Frage einer möglichen Eskalation des Krieges mit der Gefahr eines Atomkrieges geht er nicht ein. Ob ihm diese Gefahr bewusst ist? Und ob er durchschaut, dass die Ukraine hauptsächlich nur alte Waffen bekommt, während die US-Rüstungsindustrie für viel Geld neue Waffen an die NATO-Staaten verkaufen kann, um die Lagerbestände wieder aufzufüllen und somit ein Geschäft von vielen Hundert Milliarden US-Dollar macht, sieht er auch nicht.
Bischof fordert Reform der evangelischen Friedensethik
Bedford-Strohm findet Lieferung von Waffen legitim
Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm, hat sich für Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen. Er sieht einen Reformbedarf der evangelischen Friedensethik.
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