Interview mit Beatrix von Storch

Beatrix von Storch_ Mehrheit der Deutschen lehnt Gendersprech ab

ARD und ZDF quälen die Bürger mit »Gendersprech«. Die Initiative »Medienfreiheit für die Bürger« organisiert einen breiten Protest gegen diese Verhunzung der deutschen Sprache.

Freie Welt: Frau von Storch, Sie kritisieren die Gender-Sprache, die sich auch in den Medien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verbreitet.

Beatrix von Storch: Ja, ARD und ZDF zwingen den Fernsehzuschauern ihre groteske Gender-Sprache auf. ZDF-Moderator Claus Kleber spricht inzwischen von »Expert – Pause – innen«. Moderatorin Anne Will redete in ihrer ARD-Talkshow-Sendung vom »Bund der Steuerzahler – Pause – innen". Diese merkwürdige Sprache kommt direkt von Feministen und Linksradikalen an den Universitäten. Das ist nicht nur falsches Deutsch und für die Zuschauer schwer zu verstehen, das ist ein Anschlag auf unsere Sprache und ein Missbrauch unserer Gebührengelder.

Freie Welt: Grotesk? Sie meinen damit, dass es oftmals auch keinen Sinn ergibt?

Beatrix von Storch: Das kommt noch dazu. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: In den Berichten über den Nahostkonflikt sprach die ARD von »Hamas-Kommandeur*innen«.

Freie Welt: »Hamas-Kommandeur*innen«? Haben wir da etwas verpasst? Seit wann lassen sich islamische Terroristen von Frauen kommandieren?

Beatrix von Storch: Sehen Sie! Genau das ist der Punkt. Es wird absurd. Natürlich gibt es keine Hamas-Kommandeurinnen. Das war einfach nur das typische Gender-Sprech. Es ist Wahnsinn mit Methode.

Freie Welt: Lies die ARD dieses Sprachungetüm unkommentiert?

Beatrix von Storch: Na ja, die Verwirrung wurde schließlich aufgelöst, als die ARD sich berichtigen musste. Aber es geht ja weiter: Auch vor Geschichtsklitterung schrecken die Gender-Ideologen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht zurück. Beim Gedenken an die Reichspogromnacht war von »Nationalsozialist*innen« die Rede. Als wären unter den Nazi-Schlägertrupps der Reichsprogromnacht tatsächlich Frauen gewesen. Das ist derart zum Fremdschämen, dass man knallrot im Boden versinken möchte. Und für derartige Peinlichkeiten sollen wir auch noch Zwangsgebühren bezahlen.

Freie Welt: Und was wollen Sie gegen diese Gender-Sprach-Zwänge tun?

Beatrix von Storch: Wir organisieren mit der Initiative »Medienfreiheit für die Bürger« einen breiten Protest dagegen. Immerhin wissen wir einen Großteil der Bürger auf unserer Seite. Die Mehrheit der Deutschen lehnt das »Gendern« unserer Sprache ab. Das ergab eine Umfrage, welche die WELT AM SONNTAG bei Infratest dimap in Auftrag gegeben hat. Demnach halten 56 Prozent der Bevölkerung nichts davon, die deutsche Sprache zu gendern. Das ist also die übergroße Mehrheit der Zahler von Rundfunkgebühren.


Sven von Storch

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