[Dieser Artikel erschien zuerst auf PI-News]
Unter der Schlagzeile: »Die Scharfmacherin soll der AfD den Weg zur Macht weisen« heißt es:
»Beatrix von Storch ist die Waffe der AfD im Kulturkampf um die Brandmauer. Einige sehen in ihr die erste AfD-Außenministerin. FOCUS hat die Adlige mit besonderer Familienhistorie getroffen. Ihr Politikstil ist verstörend wie effektiv.«
Beatrix von Storch spricht aus, was viele nur noch im Stillen denken
Beatrix von Storch übernimmt diesen Job: Sie spricht aus, was viele nur noch im Stillen denken. Und hätte dafür durch den FOCUS-Fleischwolf gedreht werden können. Wurde sie aber nicht. Statt Blut: warme Lüftchen. Statt Empörung: ein kühler Respekt. Was steckt dahinter? Wenn der FOCUS in einem Interview die Samthandschuhe anzieht, dann steckt etwas dahinter.
Der Artikel stellt sie nicht kalt. Er stellt sie aus. Sichtbar, grell, in voller Größe. Und das nicht im SPIEGEL, sondern im FOCUS – dem Sprachrohr der bürgerlichen Mitte. Das ist kein Zufall. Das ist ein Signal.
Sie ist nicht jedermanns Liebling Das weiß sie selbst. Doch sie ist, höflich formuliert, durchsetzungsstark. Hart wie Kruppstahl, das wagte FOCUS nicht zu sagen. Heute nennt man das: belastbar. Härter als viele Männer im Parlament. Wer das Leben im politischen Gegenwind über Jahre aushält, ist nicht nur zäh, sondern gestählt für Höheres.
Braucht man Frau von Storch in Bälde?
Wird sie gebraucht, wenn CDU und SPD auseinanderbrechen? Mein Bauchgefühl sagt: Ja. Sie wird aufgebaut. Sichtbar gemacht. Der Artikel ist kein Porträt, er ist ein Platzhalter.
War das ein Wink an die Fraktionsspitze der AfD? Möglich. Vielleicht mehr als das. Ein scharfer Seitenhieb, in buntes Papier gewickelt. Mit der Botschaft: Diese Frau steht bereit. Und die Bürger lieben diese unerschrockene Juristin.
Und wofür? Für das, was in einer künftigen Regierung wie Blei auf dem Schreibtisch liegen wird: Familienpolitik. Lebensschutz. Wertevermittlung. Kampf gegen Genderdoktrin. Wer sich diesen Themen in der Opposition mit solchem Engagement widmet, will sie auch in einer Regierung zu Ende führen. Am Kabinettstisch.
Die Agenda steht schon. Das Ressortschild wartet. Nur der Titel fehlt noch: Ministerin.


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