Die NDR/ARD-Tagesschau, die jeden Tag um 8 Uhr zur kollektiven Indoktrination und Propaganda die Glocken schlägt, soll von 15 Minuten auf 30 Minuten verlängert werden. Das sind zumindest Ideen, die derzeit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutiert werden.
Die anderen Sender sind in Panik, weil sie dann ihr Programm zeitlich ändern müssten. Denn nach wie vor sitzen täglich 10 Millionen Zuschauer vor der TV-Glotze und lassen sich von der Tagesschau den Abend einläuten, mit 15 Minuten gehirngerecht zusammengeschnipselten Kurznachrichten, Sport und Wetter.
Doch jeder, der sich auf politische Diskussionen mit Mitmenschen einlässt, weiß, dass die Tagesschau (wie die Heute-Sendung, das Heute-Journal und die Tagesthemen oder die Tagesschau in einfacher Sprache) dafür gedacht sind, durch tägliche Wiederholungen von Narrativen einen gesellschaftlich-politischen Konsens herzustellen.
Jeder, der sich mit Medien-Theorie beschäftigt hat, kennt hierzu den Klassiker, die Studie von Noam Chomsky und Edward S. Herman mit dem Titel »Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media«. Nachrichten haben demnach eine systemtragende Propaganda-Funktion. Sie geben die Parolen und Narrative vor, die die Bürger dann als Denkmuster und Argumentationshilfen benutzen sollen, um in Eintracht mit dem System zu funktionieren. Es sind also »Konsens-Maschinen«, um die Gesellschaft auf Gleichschritt zu trimmen. In diesen Sendungen wird definiert, was der Diskurs-Korridor ist und was außerhalb dieses Korridors liegt.
Und so, wie es aussieht, scheint das politisch-mediale System das Bedürfnis oder den Druck zu verspüren, die tägliche Indoktrination und Propaganda auf Beitragzahlerskosten zu erhöhen, um gegen alternative Narrative anzukämpfen.
Eine gute Zusammenfassung der Lage gibt Michael Meyen in einem Video auf seinem YouTuge-Kanal: Man wolle (ähnlich wie bei der DDR-Propaganda mit der »Aktuellen Kamera«) das sogenannte »gesellschaftliche Aktiv« stärker ideologisch binden. Damit ist gemeint, dass all jene, die für sich den Anspruch haben, zu den »Guten« zu gehören, die Sprachformeln und Argumente brauchen, die man äußern muss, um im System angepasst zu sein oder funktionärsmäßig aufzusteigen.


Add new comment