Terroristischer Anschlag von sunnitischen Rebellen

Autobombenanschlag im Iran_ 20 Tote

Bei einem Autobombenanschlag auf einen Bus der Revolutionsgarden in der iranischen Provinz Belutschistan sind 20 Menschen getötet worden.

Sunniten und Schiiten — ihr inner-islamische Glaubenskrieg scheint nie zu enden. Ob in Syrien, Libanon, Irak oder Jemen, immer wieder kommt es zu kriegsähnlichen Konfrontationen.

In Saudi-Arabien leben mehrheitlich Sunniten, aber an der Küste des Persischen Golfes lebt eine schiitische Minderheit. Hier kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen.

Im Iran leben mehrheitlich Schiiten, aber im Südwesten an der Grenze zu Pakistan, in der Provinz Belutschistan, lebt eine sunnitische Minderheit. Auch hier kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen.

Jetzt hat es wieder einen blutigen Terroranschlag im Iran gegeben. Wieder in der Provinz Belutschistan. Diesmal hat es einen Bus der iranischen Revolutionsgarde getroffen. Es war ein Selbstmordanschlag mit einer Autobombe. Es sollen 20 Menschen getötet worden sein [siehe Bericht »n-tv«].

Der Iran wirft den Regierungen in Saudi-Arabien und Pakistan vor, sunnitische Dschihadisten im Iran zu unterstützen. Zwischen Saudi-Arabien und dem Iran herrscht seit der islamischen Revolution von 1979 eine Art »Kalter Krieg«. Saudi-Arabien wirft dem Iran vor, die Schiiten in Saudi-Arabien und im Jemen zu unterstützen, der Iran wirft Saudi-Arabien vor, die sunnitischen Minderheiten im Iran aufzuwiegeln.

Sven von Storch

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