Verteidigungsminister setzt Meldepflicht per Verwaltungsvorschrift aus

Ausreise-Regel für Wehrfähige: Pistorius rudert zurück, Kritiker sehen Verfassungsproblem

Nach tagelangem Wirbel um eine umstrittene Regelung im neuen Wehrdienstgesetz zieht Boris Pistorius Klarheit die Notbremse: Wehrfähige Männer zwischen 17 und 45 Jahren brauchen derzeit angeblich keine Genehmigung für längere Auslandsreisen. Dennoch werfen Rechtsexperten dem Ministerium vor, das Gesetz mit einer einfachen Verwaltungsvorschrift zu umgehen.

Boris Pistorius


Die umstrittene Vorschrift im Wehrdienstgesetz

Seit Jahresbeginn 2026 sieht Paragraf 3 des neuen Wehrdienstgesetzes vor, dass Männer im wehrfähigen Alter eine Genehmigung der Bundeswehr einholen müssen, wenn sie Deutschland länger als drei Monate verlassen wollen. Die Regelung war zunächst kaum aufgefallen, löste aber nach Bekanntwerden heftige Debatten aus. Kritiker sprachen von einer faktischen Ausreisesperre und einem Eingriff in die Freizügigkeit.  

Pistorius reagiert mit Klarstellung und Ausnahme

Der Verteidigungsminister stellte Ende letzter Woche klar: Solange der Wehrdienst freiwillig bleibt, ändert sich für die betroffenen Männer nichts. "Ob 17 oder 45 Jahre oder dazwischen – alle dürfen selbstverständlich verreisen und brauchen derzeit dafür auch keine Genehmigung", betonte Pistorius gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. 

Das Ministerium hat inzwischen eine Allgemeinverfügung und eine interne Verwaltungsvorschrift erlassen, die die Genehmigungspflicht vorerst aussetzt. Längere Auslandsaufenthalte müssen weder angezeigt noch beantragt werden. Für den möglichen Spannungs- oder Verteidigungsfall sollen später eigene Verfahren greifen.  

Experten kritisieren rechtliche Unsicherheiten

Verfassungsrechtler wie Prof. Volker Boehme-Neßler von der Universität Oldenburg halten die Lösung für unzureichend. Eine Verwaltungsvorschrift könne das Gesetz nicht einfach außer Kraft setzen, argumentiert er. "Das ist nur die notdürftige Reparatur eines schweren Fehlers", sagte der Experte. Entscheidend bleibe der Gesetzestext, der vom Bundestag beschlossen wurde. Eine echte Korrektur müsse durch eine Gesetzesänderung erfolgen, nicht durch interne Anweisungen des Ministeriums. Angesichts der angespannten Weltlage ist das handwerkliche und kommunikative Chaos peinlich. 

Sven von Storch

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Comments

Keiner der Abgeordneten liest zufällig oder sogar aufmerksam die Gesetze vor der Abstimmung durch den Bundestag durch, weil die unfehlbaren Parteiführer sowieso vorher schon bestimmen, wie die Fraktionssklaven abzustimmen haben.

Stimmt. Das passiert nur deshalb, weil es diese vermaledeiten Listenplätze gibt. Die müssen dringend abgeschafft werden. Die Abgeordneten sollen sich ausschließlich ihrem Wahlkreis und der Gesamtheit der Bürger verflichtet fühlen - und nicht etwa dem Fraktionsvorsitzenden und der Partei - wie es derzeit üblich ist -, weil diese mit der Vergabe der Listenplätze über das Wohl und Wehe eines Abgeordneten entscheidet. Eine solche Entscheidung steht NUR dem Wahlbürger zu, niemandem sonst.

Das müsste der  Jurist Pistolerus aber Wissen, also wird die nächte Blende-Granate gezündet - er hat schon gut gelernt von seinem Chef wie Populismus funktioniert.

Die können nichts, einfach gar nichts! Völlige Unfähigkeit, wohin man schaut. Gesetzgebung wie auf der Kirmes. Solche Typen würde man nicht mal zum Kaffee kochen anstellen. 

Eigentlich nichts ,was verwunderlich wäre ! Nachdem die EU-Prinzessin auf der EU-Erbse an der Leine gehalten wird ,zuvor aber schnell eine Bundeswehr zur bunten WER? ...über Sonderverträge abgebaut hat ,und dies ja immer die selbe Leier ist ,muss Pistolius ,der Mann mit dem schnellen Wort, leider zurückrudern .  Damals ruderte immerhin der Bodensee Vierer noch Goldmedaillen ein ! Unser Fachmann vom Ruderboot setzt zwar auf Gold,aber eher "Stücke " ,welche nun seine arme Armee aufbauen und ihm unter die Arme greifen sollen .Ein sehr fragliches Granatenstück ,was schnell in die Hose gehen dürfte ! Wir erkennen es mal wieder an Pistolius Schnapsideen  mit Gesetzestreue :Mich erinnert es immer an die Märchen von Münchhausen .Immerhin konnte der über Kanonenkugeln den Gegener ausspionieren und in der Luft zurückfliegen ! Im Jahr 2026 wieder über Paddelboote zurückrudern klingt äußerts hilflos .Vielleicht hätte ein Klingbeil mehr erfolg ? Dieser hat zwar ein klingendes Beil ,aber noch nie eine Panzerfaust am Hintern gehabt ? Wer weiß ,was da noch kommen mag ? Uschi flippt schon aus !Zudem werden unsere Gemüseerbsen knapp!

:-))

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