Donald Trump versetzt das britische Finanz-Establishment in den Panikmodus

Aus Angst vor Trump: Großbritannien plant Alternativen zur Mastercard und Visa

Großbritannien will die Digitalisierung des Geldverkehrs vorantreiben, fürchtet aber den starken Einfluss der USA unter Donald Trump, weil 95 aller bargeldlosen Zahlungen über Visa oder Mastercard erfolgen. Nun sollen schnell Alternativen her.

Donald Trump und Keir Starmer


Wie "The Guardian" berichtet, sollen sich britische Bankchefs in dieser Woche erstmals offiziell treffen, um eine heimische Alternative zu Visa und Mastercard aufzubauen. 

Warum? Großbritannien fürchtet sich vor Maßnahmen der Trump-Administration

Der Grund für dieses seltsame Vorgaben sind die wachsenden Sorgen vor geopolitischen Risiken, insbesondere der Möglichkeit, dass US-Präsident Donald Trump die US-dominierten Zahlungssysteme als politisches Druckmittel abschalten könnte.

Denn rund 95 Prozent aller Kartentransaktionen in Großbritannien laufen 2025 über die Netzwerke von Visa und Mastercard (laut "Payments Systems Regulator"). Mit sinkendem Bargeldgebrauch birgt diese Dominanz ein hohes Risiko. Eine anonyme Quelle warnte: "Wenn Mastercard und Visa ausfallen würden, wären wir in die 1950er Jahre zurückgeworfen – die Wirtschaft wäre dann wieder bargelddominiert. Natürlich brauchen wir ein souveränes Zahlungssystem."

Das Projekt "DeliveryCo"

Das neue System trägt intern den Namen DeliveryCo und soll bis etwa 2030 einsatzbereit sein. Das erste Treffen am Donnerstag wird von Vim Maru (Barclays UK-Chef) geleitet. Beteiligt sind große Banken wie Santander UK, NatWest, Nationwide, Lloyds Banking Group, der ATM-Netzwerk Link sowie die Coventry Building Society. Interessanterweise sind auch Visa und Mastercard in der Finanzierungsgruppe vertreten, um Einfluss zu behalten.

Organisation und Ziele

Die City-Finanzierer übernehmen die Schaffung der rechtlichen Struktur, Managementpläne und Finanzierungsmodelle. Die "Bank of England" wird Blaupausen für die Infrastruktur liefern, um Resilienz gegen Störungen und Cyberangriffe zu gewährleisten. Das Projekt ist von der Branche finanziert, aber staatlich unterstützt und knüpft an die nationale Zahlungsvision der Regierung an.

Reaktionen: Mastercard und Visa beschwichtigen Briten

Visa und Mastercard betonen ihre Investitionen in Großbritannien und begrüßen den Wettbewerb. Britische Finanzexperten des Establishments sehen in "DeliveryCo" einen wichtigen Schritt zu mehr wirtschaftlicher Souveränität und besserer Krisensicherheit; und zwar unabhängig von politischen Entwicklungen in den USA. 

Sven von Storch

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